Gesellschaft & Bildung

Integrierte Europastudien

Bachelor

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Steckbrief

Die Integrierten Europastudien (IES) sind ein interdisziplinärer Studiengang mit einem sozial- und einem kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Während der beiden ersten Semester vermitteln die obligatorischen Vorlesungen und Seminare Grundlagen der Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften mit einem klaren Europabezug. Die Europäische Union wird als politischer, sozialer und kultureller Kontext umfassender Wandlungs- und Integrationsprozesse kritisch analysiert.
Dabei liegt ein besonderer Akzent auf den Zäsuren der europäischen Geschichte des ... mehr » mehr »


Eckdaten

Titel/Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Unterrichtssprache

Deutsch

Weitere Unterrichtssprachen

Englisch

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Englisch B1
Empfohlen wird die Teilnahme an einem Selbsttest
Der Selbsttest wird im Mai freigeschaltet.

mehr Informationen unter Bewerbung und Zulassung

Zulassung für Erstsemester

zum Wintersemester

Zulassungsbeschränkt; es findet ein Auswahlverfahren statt

Beschreibung des Auswahlverfahrens

Bewerbung bis zum

15.07.

Studienplatzvergabe (DoSV)

Zulassung für höhere Semester

zum Wintersemester und zum Sommersemester

zulassungsfrei

Bewerbung bis zum

15.07. bzw. 15.01.

Kontakt

Homepage des Studiengangs

BESCHREIBUNG DES FACHES

Die Integrierten Europastudien (IES) sind ein interdisziplinärer Studiengang mit einem sozial- und einem kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Während der beiden ersten Semester vermitteln die obligatorischen Vorlesungen und Seminare Grundlagen der Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften mit einem klaren Europabezug. Die Europäische Union wird als politischer, sozialer und kultureller Kontext umfassender Wandlungs- und Integrationsprozesse kritisch analysiert.
Dabei liegt ein besonderer Akzent auf den Zäsuren der europäischen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts wie z. B. dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und dem Beginn der Integration in Westeuropa oder dem Ende der Spaltung Europas 1989 und der Ausweitung des Integrationsprozesses auf Ostmittel- und Osteuropa. Die aktuellen Krisen (wie z. B. die Auswirkungen der verstärkten Migration, der bevorstehende Brexit oder der Rechtsruck in Italien) und ihre Bewältigung durch die EU-Institutionen stehen im Fokus begleitender Vortragsreihen und Seminare. Außerdem werden regelmäßig Exkursionen zu politischen und kulturellen Zentren der EU und ihrer Nachbarregionen organisiert (z. B. nach Brüssel, Moskau oder zu Gedenkstätten).

Die Studierenden sind angehalten, sich vertieft mit einem Land oder einer Region der EU oder ihrer geographisch-politischen Nachbarschaft zu befassen und so selbständig zu eigenen Forschungsthemen für Hausarbeiten bzw. die Bachelorarbeit zu gelangen. Deswegen ist das Erlernen osteuropäischer (des Polnischen bzw. Russischen) oder westeuropäischer Sprachen (des Italienischen bzw. Portugiesischen) fest im Lehrplan verankert. 

Studienrichtungen:

Sozialwissenschaftliche Europastudien
Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Studienrichtung sind europäische Politik­felder und Prozesse der Europäisierung. Darüber hinaus werden die im Ländervergleich variablen Institutionen und Strukturen von Staat und Gesell­schaft, deren gesell­schafts­theoretische Grundlagen sowie ihre sich in Ge­schichte und Gegenwart verän­dernden Formen und Funktionen untersucht. In Modulen aus den Disziplinen Politikwissenschaft und Soziologie werden disziplinäre Grundlagen und methodologische Ansätze der Sozialwissenschaften vermittelt.

Kulturwissenschaftliche Europastudien
Gegenstand dieser Studienrichtung ist ein Überblick über kulturwissenschaftliche Theorien und Methoden und eine Anleitung zu ihrer praktischen Anwendung. Dabei steht im Mittelpunkt die Untersuchung des europäischen Erinnerungsraums, der sich vom Ende der Sowjetunion bzw. des kommunistischen Blocks bis in die unmittelbare Gegenwart herausgebildet hat. Die Studierenden werden mit Entstehung und Wandel konkreter Gedächtnisorte vertraut gemacht und angeleitet, die Funktion und Symbolik von Medien des Gedächtnisses (z. B. Denkmäler, Literatur, Film) zu analysieren. Das an die Forschungsstelle Osteuropa angegliederte Archiv bietet reichhaltige Quellen zur Analyse von Geschichte, Kultur und Politik in Ost-Mittel-Europa.

 

 

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Die Studierenden werden auf einen breiten Arbeitsmarkt vorbereitet, der von politi­schen Institutionen mit europäischem Bezug bis zu Institutionen im kulturellen Bereich reicht.
Berufsperspektiven für Absolvent*innen mit sozialwissenschaftlichem Profil sind insbesondere Tätigkeiten als Analyst*innen, Fachreferent*innen und Öffentlichkeitsspezi­alist*innen bei Verbänden, Ministerien, EU-Behörden und in der Geschäftswelt sowie als Berater*innen im internationalen Management, bei Consulting-Firmen und bei Stiftungen im europäischen Raum.
Absolvent*innen mit kulturwissenschaftlichem Profil können insbesondere im Kulturmanagement, Kulturaustausch, Journalismus, Tourismus, in Flüchtlingsorganisationen oder damit ver­bundenen Geschäfts- und Politikbereichen Einsatz finden. Ebenso kommen Archive, Stiftungen, Museen und Sprachvermittlung als Arbeitsgebiete in Betracht. Absolvent*innen beider Fachrichtungen sind außerdem in privaten Wirtschaftsunternehmen tätig.
Auf der Internetseite www.ies.uni-bremen.de berichten Absolvent*innen über ihre Karriere nach dem Bachelor. IES-Absolvent*innen schließen zum Großteil ein Master-Studium an, wobei ihnen ein breites Spek­trum von Politik- und Sozial­wissenschaften über Geschichte, Kulturgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften bis hin zu Regionalstudien wie (Ost-) Europastudien offen steht. Die interdisziplinäre und internationale Ausrichtung des Studiengangs ermöglicht den Anschluss eines Masterprogramms im In- und Ausland.
Überdurchschnittlich erfolgreiche Master-AbsolventInnen steht zudem der Weg eines Promotionsstudiums offen, um sich eventuell danach für eine wissenschaftliche Laufbahn zu qualifizieren.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines zweijährigen wissenschaftlichen Masterstudiums.

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Die Module im ersten Semester des Studiums führen in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sowie in die kultur- und sozialwissenschaftlichen Theorien der Europastudien ein.

Im zweiten Semester steht der umfassende Wandlungs- und Integrationsprozess der Europäischen Union im Fokus. Das dritte und vierte Semester ermöglicht den Studierenden eine Vertiefung ihres Schwerpunktes.  Im sozialwissenschaftlichen Profil erfolgen Ergänzungen in den Disziplinen Soziologie und Politikwissenschaft, im kulturwissenschaftlichen Profil stehen Theorien und Methoden historischen und kulturwissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund.
Die sprachpraktische Ausbildung umfasst das Erlernen einer weiteren Fremdsprache über fünf Semester. Die Studierenden haben die Wahl zwischen einer west- oder osteuropäischen Sprache (Italienisch, Portugiesisch, Russisch oder Polnisch).
Im 5. Semester findet ein obligatorischer Auslandsaufenthalt statt. Dieser bietet die Möglichkeit, den gewählten Studienschwerpunkt zu vertiefen, und dient darüber hinaus der Sprachpraxis. Das innerhalb des Bachelorstudiums vorgesehene achtwöchige Praktikum findet idealerweise in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem 4. und 5. Semester statt.
Die Studienabschlussphase beinhaltet das Schreiben der Bachelorarbeit sowie das Begleitseminar.

Studienverlaufsplan

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Im Pflichtbereich werden grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen in der sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Studienrichtung und in den Grundlagen der europäischen Transformation und Integration gelegt. Folgende Module umfasst der Pflichtbereich:
1. Europäische Kulturgeschichte,
2. Soziologische Theorien,
3. Transformation und Integration,
4. Geschichte Mittel-/Osteuropas,
5. Sprachkurse Russisch oder Polnisch,
6. ein Abschlussmodul mit der Bachelorarbeit und einem Kolloquium im 6. Fachsemester.
Im Wahlpflichtbereich 1 werden spezifische Kenntnisse und Kompetenzen in der gewählten Studienrichtung vermittelt. In der Studienrichtung Sozialwissenschaftliche Europastudien sind Veranstaltungen zu Statistik, VWL und Wirtschaftstransformation zu besuchen. In der Studienrichtung Kulturhistorische Europastudien werden vertiefende Veranstaltungen zur Geschichte und Kulturgeschichte Mittel-/Osteuropas angeboten. Zusätzlich werden fünf Sprachmodule Russisch bzw. Polnisch studiert. Bei vorhandenen Vorkenntnissen können ggf. einzelne Sprachmodule durch ein individuelles Studienprogramm ersetzt werden.
In beiden Studienrichtungen sind innerhalb des Wahlpflichtbereichs 1 auch zwei Praxismodule in einem der angebotenen Praxisbereiche (EU-Politics and Policy-Making, Gedächtnisorte oder Kommunikation und Öffentlichkeit) zu absolvieren. Die Module werden im 4. und 6. Fachsemester angeboten, sind projektförmig organisiert und stehen im inhaltlichen Zusammenhang mit dem Pflichtpraktikum. Sie sollen auch genutzt werden, um Themen für die Abschlussarbeit zu entwickeln. Bestandteil des Wahlpflichtbereich 1 ist auch das obligatorische Auslandssemester.
Im Wahlpflichtbereich 2 sind Module und Lehrveranstaltungen im Bereich General Studies zu besuchen sowie ein Praktikum durchzuführen.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Studienrichtung 1: Sozialwissenschaftliche Europastudien (Schwerpunkte: Politikwissenschaft und Soziologie, Anteile der Wirtschaftswissenschaften);
Studienrichtung 2: Kulturhistorische Europastudien.
In den beiden Studienrichtungen wird eine fachwissenschaftliche Fokussierung vorgenommen.

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

Praktikum

8 Wochen in Deutschland oder im Ausland

Fremdsprachenkenntnisse

Deutsch; Englisch (B1-B2); Russisch/Polnisch

Auslandssemester

Das fünfte Semester wird als verpflichtendes Auslandssemester absolviert. Der Studiengang hat zahlreiche Partneruniversitäten innerhalb der EU (Frankreich, Italien, Spanien, Norwegen, Polen, Tschechien etc.), in EU-Beitrittsländern (Türkei) und international (Russische Föderation, Kirgistan, Kanada, Israel).

Prüfungen und Prüfungsformen

in der Regel Modulprüfungen; Klausur, Referat/Hausarbeit, Literaturbericht u.ä.

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Das Bachelorprogramm Integrierte Europastudien richtet sich an deutsche und ausländische StudienbewerberInnen mit Interesse an der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung Europas. Dabei spielt der ost- und mitteleuropäische Raum eine wichtige Rolle. Er dient als Ausgangspunkt zur Betrachtung von Prozessen mit gesamteuropäischer Relevanz. Kritisches Denken und Neugier auf die Gepflogenheiten in anderen Ländern sind Eigenschaften, die IES-Studierende mitbringen sollten.

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Englisch B1
Empfohlen wird die Teilnahme an einem Selbsttest
Der Selbsttest wird im Mai freigeschaltet.

Nachweis Zugangsvoraussetzung

Selbsttest
Studiengangsspezifischer Selbsteinstufungstest zur Einschätzung der individuellen Eignung für das Studium. Die Teilnahme am Selbsttest  des Studienfaches müssen Sie bei der Immatrikulation nachweisen. Auf die Studienplatzvergabe hat das Resultat des Selbsttests keine Auswirkung.

Sprachnachweis über Abitur
Die Universität Bremen akzeptiert für den Nachweis der Sprachkompetenz B1 folgende im Abiturzeugnis ausgewiesene Mindestvoraussetzungen.

  • Beim Abitur mit 12 Schuljahren (G8): mind. 6 Jahre Fremdsprachenunterricht fortgeführt bis mind. Ende 11. Klasse.
  • Beim Abitur mit 13 Schuljahren (G9): mind. 7 Jahre Fremdsprachenunterricht fortgeführt bis mind. Ende 12. Klasse.

Sind die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllt, ist der Nachweis der Sprachkompetenz über Sprachtest bzw. Sprachzertifikat zu erbringen. Der Nachweis über Leistungen aus dem Abitur wird nur für die Bewerbung an der Universität Bremen anerkannt.
Sind im Abiturzeugnis für eine Fremdsprache zwei Sprachniveaus angegeben, wird das niedrigere Sprachniveau anerkannt.

Sprachnachweis über Zertifikat
Eine Übersicht über den Nachweis von Fremdsprachenkenntnissen über Zertifikate entnehmen Sie bitte der Homepage des FZHB.

Zulassung

für höhere Semester

zulassungsfrei


Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.07. zum Wintersemester

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.07. zum Wintersemester
  • 15.01. zum Sommersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

WiSe und SoSe

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

6 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 331,42 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Weitere Unterrichtssprachen

  • Englisch

Ordnungen

Prüfungsordnung

FORSCHUNG UND LEHRE

Lehrende

3 Professoren und 4 Professorinnen im Fach Integrierte Europastudien  
wissenschaftliche MitarbeiterInnen, LektorInnen

Studierende

135 Studentinnen
67 Studenten

Kooperationen

inneruniversitäre Ansiedlung am Institut für Geschichtswissenschaft, Kooperationen mit dem Institut für Politikwissenschaft und dem Institut für Soziologie; Kooperationen mit dem An-Institut Forschungsstelle Osteuropa und dem Fremdsprachenzentrum (FZHB).
Zahlreiche internationale Kooperationen mit europäischen und außereuropäischen Partneruniversitäten

KONTAKT UND BERATUNG

Homepage des Studiengangs

Studienfachberatung

Yvonne Pannemann
E-Mail: yvonne.pannemann(at)uni-bremen.de

Praxisbüro

Birgit Ennen
Gebäude: GW2
E-Mail: bennen(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-67309

Geschäftsstelle des Studiengangs

Margarete Resmer
Gebäude: GW2
E-Mail: mresmer(at)uni-bremen.de
Telefon: 042121867421

Stand der Informationen

04.04.2018
Beschreibung des Faches

BESCHREIBUNG DES FACHES

Die Integrierten Europastudien (IES) sind ein interdisziplinärer Studiengang mit einem sozial- und einem kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Während der beiden ersten Semester vermitteln die obligatorischen Vorlesungen und Seminare Grundlagen der Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften mit einem klaren Europabezug. Die Europäische Union wird als politischer, sozialer und kultureller Kontext umfassender Wandlungs- und Integrationsprozesse kritisch analysiert.
Dabei liegt ein besonderer Akzent auf den Zäsuren der europäischen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts wie z. B. dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und dem Beginn der Integration in Westeuropa oder dem Ende der Spaltung Europas 1989 und der Ausweitung des Integrationsprozesses auf Ostmittel- und Osteuropa. Die aktuellen Krisen (wie z. B. die Auswirkungen der verstärkten Migration, der bevorstehende Brexit oder der Rechtsruck in Italien) und ihre Bewältigung durch die EU-Institutionen stehen im Fokus begleitender Vortragsreihen und Seminare. Außerdem werden regelmäßig Exkursionen zu politischen und kulturellen Zentren der EU und ihrer Nachbarregionen organisiert (z. B. nach Brüssel, Moskau oder zu Gedenkstätten).

Die Studierenden sind angehalten, sich vertieft mit einem Land oder einer Region der EU oder ihrer geographisch-politischen Nachbarschaft zu befassen und so selbständig zu eigenen Forschungsthemen für Hausarbeiten bzw. die Bachelorarbeit zu gelangen. Deswegen ist das Erlernen osteuropäischer (des Polnischen bzw. Russischen) oder westeuropäischer Sprachen (des Italienischen bzw. Portugiesischen) fest im Lehrplan verankert. 

Studienrichtungen:

Sozialwissenschaftliche Europastudien
Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Studienrichtung sind europäische Politik­felder und Prozesse der Europäisierung. Darüber hinaus werden die im Ländervergleich variablen Institutionen und Strukturen von Staat und Gesell­schaft, deren gesell­schafts­theoretische Grundlagen sowie ihre sich in Ge­schichte und Gegenwart verän­dernden Formen und Funktionen untersucht. In Modulen aus den Disziplinen Politikwissenschaft und Soziologie werden disziplinäre Grundlagen und methodologische Ansätze der Sozialwissenschaften vermittelt.

Kulturwissenschaftliche Europastudien
Gegenstand dieser Studienrichtung ist ein Überblick über kulturwissenschaftliche Theorien und Methoden und eine Anleitung zu ihrer praktischen Anwendung. Dabei steht im Mittelpunkt die Untersuchung des europäischen Erinnerungsraums, der sich vom Ende der Sowjetunion bzw. des kommunistischen Blocks bis in die unmittelbare Gegenwart herausgebildet hat. Die Studierenden werden mit Entstehung und Wandel konkreter Gedächtnisorte vertraut gemacht und angeleitet, die Funktion und Symbolik von Medien des Gedächtnisses (z. B. Denkmäler, Literatur, Film) zu analysieren. Das an die Forschungsstelle Osteuropa angegliederte Archiv bietet reichhaltige Quellen zur Analyse von Geschichte, Kultur und Politik in Ost-Mittel-Europa.

 

 

Berufswege und Weiterqualifizierung

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Die Studierenden werden auf einen breiten Arbeitsmarkt vorbereitet, der von politi­schen Institutionen mit europäischem Bezug bis zu Institutionen im kulturellen Bereich reicht.
Berufsperspektiven für Absolvent*innen mit sozialwissenschaftlichem Profil sind insbesondere Tätigkeiten als Analyst*innen, Fachreferent*innen und Öffentlichkeitsspezi­alist*innen bei Verbänden, Ministerien, EU-Behörden und in der Geschäftswelt sowie als Berater*innen im internationalen Management, bei Consulting-Firmen und bei Stiftungen im europäischen Raum.
Absolvent*innen mit kulturwissenschaftlichem Profil können insbesondere im Kulturmanagement, Kulturaustausch, Journalismus, Tourismus, in Flüchtlingsorganisationen oder damit ver­bundenen Geschäfts- und Politikbereichen Einsatz finden. Ebenso kommen Archive, Stiftungen, Museen und Sprachvermittlung als Arbeitsgebiete in Betracht. Absolvent*innen beider Fachrichtungen sind außerdem in privaten Wirtschaftsunternehmen tätig.
Auf der Internetseite www.ies.uni-bremen.de berichten Absolvent*innen über ihre Karriere nach dem Bachelor. IES-Absolvent*innen schließen zum Großteil ein Master-Studium an, wobei ihnen ein breites Spek­trum von Politik- und Sozial­wissenschaften über Geschichte, Kulturgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften bis hin zu Regionalstudien wie (Ost-) Europastudien offen steht. Die interdisziplinäre und internationale Ausrichtung des Studiengangs ermöglicht den Anschluss eines Masterprogramms im In- und Ausland.
Überdurchschnittlich erfolgreiche Master-AbsolventInnen steht zudem der Weg eines Promotionsstudiums offen, um sich eventuell danach für eine wissenschaftliche Laufbahn zu qualifizieren.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines zweijährigen wissenschaftlichen Masterstudiums.

Studieninhalte und Fächerkombinationen

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Die Module im ersten Semester des Studiums führen in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sowie in die kultur- und sozialwissenschaftlichen Theorien der Europastudien ein.

Im zweiten Semester steht der umfassende Wandlungs- und Integrationsprozess der Europäischen Union im Fokus. Das dritte und vierte Semester ermöglicht den Studierenden eine Vertiefung ihres Schwerpunktes.  Im sozialwissenschaftlichen Profil erfolgen Ergänzungen in den Disziplinen Soziologie und Politikwissenschaft, im kulturwissenschaftlichen Profil stehen Theorien und Methoden historischen und kulturwissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund.
Die sprachpraktische Ausbildung umfasst das Erlernen einer weiteren Fremdsprache über fünf Semester. Die Studierenden haben die Wahl zwischen einer west- oder osteuropäischen Sprache (Italienisch, Portugiesisch, Russisch oder Polnisch).
Im 5. Semester findet ein obligatorischer Auslandsaufenthalt statt. Dieser bietet die Möglichkeit, den gewählten Studienschwerpunkt zu vertiefen, und dient darüber hinaus der Sprachpraxis. Das innerhalb des Bachelorstudiums vorgesehene achtwöchige Praktikum findet idealerweise in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem 4. und 5. Semester statt.
Die Studienabschlussphase beinhaltet das Schreiben der Bachelorarbeit sowie das Begleitseminar.

Studienverlaufsplan

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Im Pflichtbereich werden grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen in der sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Studienrichtung und in den Grundlagen der europäischen Transformation und Integration gelegt. Folgende Module umfasst der Pflichtbereich:
1. Europäische Kulturgeschichte,
2. Soziologische Theorien,
3. Transformation und Integration,
4. Geschichte Mittel-/Osteuropas,
5. Sprachkurse Russisch oder Polnisch,
6. ein Abschlussmodul mit der Bachelorarbeit und einem Kolloquium im 6. Fachsemester.
Im Wahlpflichtbereich 1 werden spezifische Kenntnisse und Kompetenzen in der gewählten Studienrichtung vermittelt. In der Studienrichtung Sozialwissenschaftliche Europastudien sind Veranstaltungen zu Statistik, VWL und Wirtschaftstransformation zu besuchen. In der Studienrichtung Kulturhistorische Europastudien werden vertiefende Veranstaltungen zur Geschichte und Kulturgeschichte Mittel-/Osteuropas angeboten. Zusätzlich werden fünf Sprachmodule Russisch bzw. Polnisch studiert. Bei vorhandenen Vorkenntnissen können ggf. einzelne Sprachmodule durch ein individuelles Studienprogramm ersetzt werden.
In beiden Studienrichtungen sind innerhalb des Wahlpflichtbereichs 1 auch zwei Praxismodule in einem der angebotenen Praxisbereiche (EU-Politics and Policy-Making, Gedächtnisorte oder Kommunikation und Öffentlichkeit) zu absolvieren. Die Module werden im 4. und 6. Fachsemester angeboten, sind projektförmig organisiert und stehen im inhaltlichen Zusammenhang mit dem Pflichtpraktikum. Sie sollen auch genutzt werden, um Themen für die Abschlussarbeit zu entwickeln. Bestandteil des Wahlpflichtbereich 1 ist auch das obligatorische Auslandssemester.
Im Wahlpflichtbereich 2 sind Module und Lehrveranstaltungen im Bereich General Studies zu besuchen sowie ein Praktikum durchzuführen.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Studienrichtung 1: Sozialwissenschaftliche Europastudien (Schwerpunkte: Politikwissenschaft und Soziologie, Anteile der Wirtschaftswissenschaften);
Studienrichtung 2: Kulturhistorische Europastudien.
In den beiden Studienrichtungen wird eine fachwissenschaftliche Fokussierung vorgenommen.

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

Praktikum

8 Wochen in Deutschland oder im Ausland

Fremdsprachenkenntnisse

Deutsch; Englisch (B1-B2); Russisch/Polnisch

Auslandssemester

Das fünfte Semester wird als verpflichtendes Auslandssemester absolviert. Der Studiengang hat zahlreiche Partneruniversitäten innerhalb der EU (Frankreich, Italien, Spanien, Norwegen, Polen, Tschechien etc.), in EU-Beitrittsländern (Türkei) und international (Russische Föderation, Kirgistan, Kanada, Israel).

Prüfungen und Prüfungsformen

in der Regel Modulprüfungen; Klausur, Referat/Hausarbeit, Literaturbericht u.ä.

Bewerbung und Zulassung

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Das Bachelorprogramm Integrierte Europastudien richtet sich an deutsche und ausländische StudienbewerberInnen mit Interesse an der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung Europas. Dabei spielt der ost- und mitteleuropäische Raum eine wichtige Rolle. Er dient als Ausgangspunkt zur Betrachtung von Prozessen mit gesamteuropäischer Relevanz. Kritisches Denken und Neugier auf die Gepflogenheiten in anderen Ländern sind Eigenschaften, die IES-Studierende mitbringen sollten.

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Englisch B1
Empfohlen wird die Teilnahme an einem Selbsttest
Der Selbsttest wird im Mai freigeschaltet.

Nachweis Zugangsvoraussetzung

Selbsttest
Studiengangsspezifischer Selbsteinstufungstest zur Einschätzung der individuellen Eignung für das Studium. Die Teilnahme am Selbsttest  des Studienfaches müssen Sie bei der Immatrikulation nachweisen. Auf die Studienplatzvergabe hat das Resultat des Selbsttests keine Auswirkung.

Sprachnachweis über Abitur
Die Universität Bremen akzeptiert für den Nachweis der Sprachkompetenz B1 folgende im Abiturzeugnis ausgewiesene Mindestvoraussetzungen.

  • Beim Abitur mit 12 Schuljahren (G8): mind. 6 Jahre Fremdsprachenunterricht fortgeführt bis mind. Ende 11. Klasse.
  • Beim Abitur mit 13 Schuljahren (G9): mind. 7 Jahre Fremdsprachenunterricht fortgeführt bis mind. Ende 12. Klasse.

Sind die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllt, ist der Nachweis der Sprachkompetenz über Sprachtest bzw. Sprachzertifikat zu erbringen. Der Nachweis über Leistungen aus dem Abitur wird nur für die Bewerbung an der Universität Bremen anerkannt.
Sind im Abiturzeugnis für eine Fremdsprache zwei Sprachniveaus angegeben, wird das niedrigere Sprachniveau anerkannt.

Sprachnachweis über Zertifikat
Eine Übersicht über den Nachweis von Fremdsprachenkenntnissen über Zertifikate entnehmen Sie bitte der Homepage des FZHB.

Zulassung

für höhere Semester

zulassungsfrei


Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.07. zum Wintersemester

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.07. zum Wintersemester
  • 15.01. zum Sommersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

WiSe und SoSe
Formalia

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

6 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 331,42 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Weitere Unterrichtssprachen

  • Englisch

Ordnungen

Prüfungsordnung
Forschung und Lehre

FORSCHUNG UND LEHRE

Lehrende

3 Professoren und 4 Professorinnen im Fach Integrierte Europastudien  
wissenschaftliche MitarbeiterInnen, LektorInnen

Studierende

135 Studentinnen
67 Studenten

Kooperationen

inneruniversitäre Ansiedlung am Institut für Geschichtswissenschaft, Kooperationen mit dem Institut für Politikwissenschaft und dem Institut für Soziologie; Kooperationen mit dem An-Institut Forschungsstelle Osteuropa und dem Fremdsprachenzentrum (FZHB).
Zahlreiche internationale Kooperationen mit europäischen und außereuropäischen Partneruniversitäten

Kontakt und Beratung

KONTAKT UND BERATUNG

Homepage des Studiengangs

Studienfachberatung

Yvonne Pannemann
E-Mail: yvonne.pannemann(at)uni-bremen.de

Praxisbüro

Birgit Ennen
Gebäude: GW2
E-Mail: bennen(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-67309

Geschäftsstelle des Studiengangs

Margarete Resmer
Gebäude: GW2
E-Mail: mresmer(at)uni-bremen.de
Telefon: 042121867421

Stand der Informationen

04.04.2018