Kultur, Medien, Kunst & Musik

Medienkultur und Globalisierung

Master

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Steckbrief

Heute gibt es kaum noch einen Bereich von Kultur und Gesellschaft, der nicht von Medienkommunikation durchdrungen wäre. Nicht nur Alltag und Freizeit sind heute längst ‚Medienalltag’ und ‚Medienfreizeit’, bei deren Gestaltung der individuelle oder gemeinsame Gebrauch von Medien eine wachsende Rolle spielt. Dabei sind Medien immer mehr auch globalisierte Medien; inter- und transkulturelle Kommunikation gewinnt an Bedeutung. Unter diesen Bedingungen ist auch das Berufsfeld ‚Medien’ einem kontinuierlichen Wandel unterworfen. Tre... mehr » mehr »


Eckdaten

Titel/Abschluss

Master of Arts (M.A.)

Regelstudienzeit

4 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
120CP

Unterrichtssprache

Deutsch

Zugangsvoraussetzung

Für die Aufnahme in einen Masterstudiengang ist der Abschluss eines Studiums auf Bachelor-Niveau Voraussetzung. Die fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen sind in der aktuellen Aufnahme-/Zulassungsordnung (s. u.) geregelt. Darin enthalten sind auch die unterschiedlichen Fristen für die Nachweiserbringung.

mehr Informationen unter Bewerbung und Zulassung

Zulassung für Erstsemester

zum Wintersemester

Beschränkte Anzahl von Studienplätzen. Zulassung nach Zulassungs-/Aufnahmeordnung.

Bewerbung bis zum

15.06.

Zulassung für höhere Semester

zum Wintersemester und zum Sommersemester

Zulassungsbeschränkt

Bewerbung bis zum

15.01. bzw. 15.06.

Kontakt

Homepage des Studiengangs

BESCHREIBUNG DES FACHES

Heute gibt es kaum noch einen Bereich von Kultur und Gesellschaft, der nicht von Medienkommunikation durchdrungen wäre. Nicht nur Alltag und Freizeit sind heute längst ‚Medienalltag’ und ‚Medienfreizeit’, bei deren Gestaltung der individuelle oder gemeinsame Gebrauch von Medien eine wachsende Rolle spielt. Dabei sind Medien immer mehr auch globalisierte Medien; inter- und transkulturelle Kommunikation gewinnt an Bedeutung. Unter diesen Bedingungen ist auch das Berufsfeld ‚Medien’ einem kontinuierlichen Wandel unterworfen. Treiber und Getriebene dieser Entwicklung sind nicht nur die Medieninstitutionen selbst. Auch in anderen Branchen stehen Mitarbeiter*innen wie Unternehmen vor der Herausforderung, sich mit immer neuen medialen Kommunikationsformen und -werkzeugen vertraut und diese für ihre eigenen Zwecke nutzbar zu machen. In der Folge entstehen kontinuierlich neue medienbezogene Berufsfelder, die ein fundiertes Verständnis medial vermittelter Kommunikationsprozesse erfordern.

Mit Blick auf diese fortschreitende Mediatisierung und die von Medien getragene Globalisierung des (Berufs-)Alltags wie auch von Kultur und Gesellschaft insgesamt adressiert der forschungsorientierte MA Medienkultur und Globalisierung den Bereich der Medienkommunikation in seiner gesamten Breite von Printmedien (bspw. Zeitung, Zeitschrift) über audiovisuelle Medien (bspw. Film, Fernsehen) bis hin zu digitalen Medien (bspw. computervermittelte Kommunikation und Mobilkommunikation). Damit verbunden ist ein integratives Verständnis von Medienkultur, das ‚Medienkultur’ nicht auf einen spezifischen Teilbereich von Kultur reduziert, etwa den Bereich hochkulturell geschätzter oder aber populärkultureller Medienprodukte, sondern Kultur insgesamt als durch medial vermittelte Kommunikationsprozesse im weitesten Sinne konstituiert begreift.

Medienkultur und deren aktuelle Globalisierung sind aus einem doppelten Grund der Kernfokus des Masterprogramms: Zum einen können heutige Kulturen und deren Globalisierung jenseits von Medienkommunikation nicht angemessen gefasst werden. Zum anderen ist es nicht möglich, angemessen medienvermittelt – auch in einem ganz praktischen Sinn verstanden – zu kommunizieren, ohne auch den kulturellen Kontext von Kommunikation im Blick zu haben.

Dieser medienkulturelle Ansatz durchbricht die traditionellen Perspektiven einer primär sozialwissenschaftlichen Kommunikations- und Medienwissenschaft wie auch einer primär geisteswissenschaftlichen Medienwissenschaft. Indem er die Prozesse öffentlicher Kommunikation ebenso in den Blick nimmt wie den Bereich der medial vermittelten interpersonalen Kommunikation, erweitert er den vergleichsweise engen Blick publizistischer Studiengänge mit ihrem Fokus auf journalistische Kommunikation, und geht zugleich über literaturwissenschaftliche Medien(kultur)studiengänge mit ihrem ästhetischen Fokus auf Einzelmedien und Medienprodukte hinaus, ohne auf die notwendige fachwissenschaftliche Spezialisierung zu verzichten.

Im Sinne einer solchen übergreifenden Perspektive umfasst das Studiengangskonzept des MA Medienkultur und Globalisierung neben einer vertiefenden theoretischen wie auch methodischen Ausbildung im kommunikations- und medienwissenschaftlichen Kernbereich einen disziplinenübergreifenden, wählbaren Ergänzungsbereich mit Studienanteilen in Kulturtheorie, Transkulturellen Medien und Medieninformatik sowie einen unmittelbar an die regionale Medienwirtschaft angebundenen Praxisbereich. Diese Studienstruktur eröffnet den Studierenden breite Wahlmöglichkeiten und Freiräume zur individuellen Schwerpunkt- bzw. Profilbildung.

Dabei ist der MA Medienkultur und Globalisierung inhaltlich konsequent auf eine internationale Ausbildungslandschaft ausgerichtet. Er trägt damit der Tatsache Rechnung, dass nicht nur medial vermittelte Kommunikation an sich immer häufiger auch inter- bzw. transkulturell stattfindet, sondern dass damit auch medien­bezogene Berufs- und Tätigkeitsfelder fortschreitenden Globalisierungsprozessen unterworfen sind.

Das integrative Studiengangskonzept konkretisiert sich in folgenden Studienzielen:

 •  Vertiefende wissenschaftliche und anwendungsbezogene Erarbeitung von Medienkommunikationstheorien in den Bereichen Kommunikator-/ Journalis­musforschung, Medienproduktanalyse und Wirkungs-/Rezeptions-/An­eignungsforschung, jeweils mit Fokus auf Medienkultur und deren Globalisierung;

•  Differenzierte Kenntnisse gegenwärtiger medienkultureller Formen, auch der Hybridkommunikation (computervermittelte Kommunikation, Mobilkommuni­kation);

•  Vermittlung von differenzierten Kenntnissen über europäische Mediensysteme und Medienkulturen, ihre historische Entwicklung und Wandlung und internationale Kontextualisierung;

•   Kenntnisse im Bereich der Kulturtheorie, transkultureller Medien und Medien­in­formatik mit einem besonderen Bezug zu Fragen der Medienkultur und deren Globalisierung (als Wahlangebote); Medienpraktische Erfahrungen in Bezug auf mindestens zwei unterschiedliche Medien bei einem Fokus auf Prozesse der Medien­konzeption (als Wahlangebote);

•  Kenntnisse und praktische Erfahrungen mit etablierten empirischen Methoden der Medienkulturforschung, insbesondere im Hinblick auf die Konzeption und Realisierung eigenständiger empirischer Forschungsvorhaben zu unterschiedlichen medienkulturellen Phänomenen;

•  Medienkulturelle Grundlagenforschung und Medienkulturanalyse insbe­sondere mit Fokus auf den Wandel und die Globalisierung von Medienkulturen;

•  Schlüsselqualifikationen insbesondere im Bereich Konzeptionsplanung, Projektmanagement, Präsentationstechniken, Medienkompetenz, Gesprächsführung und Moderation, Teamarbeit und Führungsaufgaben.

Das spezifische Profil des MA Medienkultur und Globalisierung ergibt sich somit aus einer interdisziplinär geöffneten Fokussierung, einer profilierten Methodenausbildung, einer umfassenden Internationalisierung und schließlich einem klaren Bezug zur medienbezogenen Forschungs- bzw. Berufspraxis:

Disziplinäre und interdisziplinäre Fokussierung: Die Verankerung des MA Medienkultur und Globalisierung in der Kommunikations- und Medienwissenschaft wird durch den wählbaren Einbezug von Kulturtheorie (Kulturwissenschaft), Transkultureller Medienforschung (Ethnologie) und Medieninformatik (Informatik) erweitert. Hierdurch werden solche Disziplinen integriert, die in hohem Maße relevant erscheinen für eine Auseinandersetzung mit dem in Globalisierung und Digitalisierung greifbaren Wandel gegenwärtiger Medienkulturen.

Integrative Methodenausbildung: Innerhalb des MA Medienkultur und Globalisierung erfolgt eine vertiefende Ausbildung in verschiedenen etablierten Methoden der empirischen Medienkulturforschung, die die Grenzen von theoriefindenden und theorieprüfenden bzw. qualitativen und quantitativen Verfahren bewusst übergreift. Dahinter steht die Auffassung, dass sich gegenwärtige Medienkulturen und deren Kommunikationsprozesse nur mit einem breiten methodischen Instrumentarium analytisch fassen lassen.

Internationale Ausrichtung: Der MA Medienkultur und Globalisierung ist klar international profiliert, einerseits thematisch in der Fokussierung auf Medienkulturen in deren inter- und transkulturellen Kontexten, andererseits organisatorisch in umfassenden internationalen Kooperationen insbesondere mit Partneruniversitäten im europäischen Ausland. Hier bestehen vielfältige Austauschbeziehungen (Erasmus-Verträge), durch die sowohl ausländische Studierende ein Auslandssemester im MA Medienkultur und Globalisierung studieren als auch Studierende des MA Medienkultur und Globalisierung ein Auslandssemester verbringen können.

Betreuter Praxisbezug: Der Praxisbezug des MA Medienkultur und Globalisierung besteht zum einen in der Integration einer wählbaren Praktikumsphase in den Studienverlauf, zum anderen in Lehrkooperationen mit Medienunternehmen und -institutionen aus der Region Bremen und darüber hinaus. Insbesondere auf diesen zweiten Bereich des Praxisbezugs wird insofern großer Wert gelegt, als hierdurch eine Rückbeziehung des Studiengangs an die Berufspraxis erfolgen kann und nicht auf der Ebene des individuellen Engagements z.B. im Rahmen der Praktikumssuche verbleibt. Es bestehen exzellente Kontakte zu regionalen und überregionalen Medienunternehmen und -institutionen, die nicht zuletzt durch den Beirat der Medienstudiengänge langfristig gesichert sind.

Damit stellt der MA Medienkultur und Globalisierung den Anschluss her zu den insbesondere in der britischen Universitätslandschaft etablierten Studienangeboten im Bereich Global Media Culture, profiliert sich gegenüber diesen aber durch eine integrative Methodenausbildung und die Einbindung interdisziplinärer Studieninhalte.

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Insgesamt versteht sich der MA Medienkultur und Globalisierung als forschungsorientierter Studiengang mit Praxisanteilen, der eine Brücke zu den sich wandelnden medienbezogenen Berufsfeldern schlägt und damit seinen Absolvierenden breite Berufschancen eröffnet. Das oben dargelegte Portfolio an fachspezifischen wie auch an fächerübergreifenden Schlüsselkompetenzen qualifiziert für eine wissenschaftlich-analytische ebenso wie für eine praktisch-konzeptionelle Auseinandersetzung mit dem Gesamtbereich medial vermittelter Bedeutungsproduktion in gegenwärtigen Medienkulturen. Insbesondere zielt der kommunikations- und medienwissenschaftliche MA Medienkultur und Globalisierung damit auf eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung 

 • für konzeptionelle Tätigkeiten innerhalb der Medienbranche, die auf die Planung medienkultureller Inhalte, aber auch auf deren Vermarktung fokussiert sind,

• auf weitergehende Berufsfelder etwa auf dem Gebiet des Marketing, des Projektmanagements oder der Kultur- oder Öffentlichkeitsarbeit, deren Berufspraxis zunehmend durch Mediati­sierung geprägt ist,

• sowie eine kommunikations- und medienwissen­schaftliche Forschung zu gegenwärtigen Medienkulturen.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme einer Promotion.

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Der Masterstudiengang Medienkultur und Globalisierung vermittelt mit Fokus auf seine allgemeinen Ausbildungsziele klare Fähigkeiten für eine sowohl wissenschaftlich-analytische als auch praktisch-konzeptionelle Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Medienkulturen und deren Globalisierung. Im Einzelnen sind hier folgende Bereiche zu nennen:

• Analysekompetenzen: Innerhalb des Studiengangs wird auf strukturierte Weise ein kommunikations- und medienwissenschaftlicher Begriffsapparat vermittelt, der es ermöglicht, gegenwärtigen und historischen Wandel von Medienkulturen auf unterschiedlichen Ebenen (bspw. Produktion, Produkt, Aneignung) zu erfassen, analytisch einzuordnen und zu bewerten.

• Methodische Kompetenzen: Der Studiengang vermittelt breite methodische Kompetenzen im Bereich der empirischen Medienkulturforschung, indem unterschiedliche etablierte Methoden anwendungsbezogen vermittelt und im Rahmen eigenständiger empirischer Projektarbeit forschungspraktisch erprobt werden.

•  Inter- und transkulturelle Kompetenzen: Vor dem Hintergrund, dass gegenwärtige Medienkulturen zunehmend durch die fortschreitende Globalisierung der Medienkommunikation geprägt sind, werden in dem Studiengang umfassende selbstreflexiv ausgerichtete Kompetenzen im Bereich transkultureller Prozesse bzw. der inter- und transkulturellen Kommuni­kation vermittelt.

• Praktische Kompetenzen: Im Rahmen des Studiums findet schließlich eine medien-praktische Ausbildung statt, die insbesondere auf konzeptionelle Fähigkeiten (bspw. Medien- und Produktplanung, Medienmanagement, Medienkonzeption und -evaluation) ausgerichtet ist.

 

Studienverlaufsplan

Der Studiengang ist als Vollfach konzipiert und auf eine Studiendauer von 2 Jahren oder 4 Fachsemestern angelegt, wobei den Studierenden nahegelegt wird, ein Auslandssemester oder Auslandspraktikum in das Studium zu integrieren.

Insgesamt umfasst das Studium 13 Module. Davon entfallen 4 Module auf einen kommunikations- und medienwissenschaftlichen Kernbereich A (A.1 Medienkulturen, A.2 Medienwelten, A.3 Medienwandel, A.4 Selbststudienmodul), 4 Module auf einen wählbaren interdisziplinären Ergänzungsbereich B (B.1 Kulturtheorie, B.2 Transkulturelle Medien, B.3 Medieninformatik, B.4 Freies Wahlmodul), 2 Module auf einen ebenfalls durch Wahl gestaltbaren Praxisbereich (C.1 Medienpraktikum, C.2 Medienpraxis) sowie 3 Module auf einen thematisch übergreifenden, kommunikations- und medienwissenschaftlichen Integrationsbereich (D.1 Methoden, D.2 Medienkulturforschung, D.3 Anfertigung der MA-Arbeit inkl. Kolloquium).

Das Grundkonzept des Studiengangs lässt sich damit wie folgt systematisieren:

Von den 13 Modulen des MA Medienkultur und Globalisierung sind 4 Pflichtmodule (P), 3 Wahlpflichtmodule (WP) und 6 Wahlmodule (W). Während die Pflichtmodule eine vertiefende Ausbildung im kommunikations- und medienwissenschaftlichen Kernbereich auf einheitlich hohem Niveau sicherstellen, ermöglichen die Wahl- und Wahlpflichtmodule eine individuelle Schwerpunktsetzung seitens der Studierenden. Dabei werden im Rahmen der Wahlpflichtmodule unterschiedliche Seminare (S) angeboten, aus denen die individuell präferierten Veranstaltungen gewählt werden können. Bei den Wahlmodulen hingegen ist eine Wahl zwischen einzelnen Modulen möglich. Insgesamt müssen dabei 3 der angebotenen 6 Wahlmodule besucht werden, wobei je eines aus dem Ergänzungs- und Praxisbereich belegt werden muss, das dritte dagegen frei zuordenbar ist. Somit werden im Laufe des Studiums einschließlich der Abschlussarbeit 10 Module realisiert.

Jedes Modul umfasst in der Regel zwei inhaltlich zusammenhängende Präsenz-Lehrveranstaltungen im Umfang von jeweils 2 Semesterwochenstunden (SWS), die unterschiedliche Lehr-, Lern- und Prüfungsformen integrieren und damit unterschiedliche Fähigkeiten der Studierenden fordern und fördern. Durch Vorträge bzw. Referate, schriftliche Hausarbeiten oder Projektkonzeptionen und -berichte werden die in den Präsenzveranstaltungen erarbeiteten wissenschaftlichen und praktischen Inhalte bezogen auf einzelne thematische Schwerpunkte oder praktische Studien vertieft.

Zur Gewährleistung der Studierbarkeit werden alle Module zyklisch ange­boten, d. h. Module des 1. und 3. Fachsemesters jeweils im Wintersemester, Module des 2. und 4. Fachsemesters jeweils im Sommersemester. Auf diese Weise werden alle Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen im Immatrikulationszyklus realisiert.

Insgesamt beläuft sich der Umfang des Masterstudiums Medienkultur auf 30 bis 34 SWS (je nachdem, ob das Praktikum als Wahlmodul gewählt wird oder nicht), wobei die Präsenz pro Semester in den ersten eineinhalb Studienjahren je nach Wahl zwischen 10 und 12 SWS liegt, im letzten Fachse­mester bei 2 SWS für das Betreuungskolloquium.

Die Rücknahme der Präsenz­ im 4. Semester begründet sich in der wachsenden Kompetenz der Studierenden zum forschenden Selbststudium und zur eigenständigen Projektarbeit. Sie zielt darauf, den Raum für die Erstellung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit zu schaffen.

Bezogen auf eine Studiendauer von 4 Semestern ergibt sich folgender Studienverlauf:

Das 1. Semester dient einer Vertiefung der Grundlagen im Bereich der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Medienkulturforschung und bietet eine erste Orientierung im Bereich der Medienkulturpraxis, die in den folgenden Semestern auf individuellen Wunsch hin weiter vertieft werden kann. Ziel ist die Erarbeitung eines einheitlichen Begriffsapparats in der Studierendengruppe.

Der Fokus des 2. Semesters liegt auf den Methoden der empirischen Medienkulturforschung. In diesem Semester ist nicht nur das Methodenmodul lokalisiert, darüber hinaus beginnt auch das zweisemestrige Forschungsseminar mit der Entwicklung des empirischen Studierendenprojekts. Daneben dient das zweite Fachsemester der vertiefenden Auseinandersetzung mit weiteren Teilbereichen von Medienkultur mit besonderer Akzentsetzung auf Fragen verschiedener globalisierter Medienwelten.

Im Zentrum des 3. Semesters steht die Forschungspraxis. Erstens wird in den Forschungsseminaren die Datenerhebung und -auswertung realisiert; zweitens bearbeiten die Studierenden ihre Selbststudienmodule. Dabei erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem globalisierten Medienwandel. Daneben finden auch in diesem Semester Medienpraxisveranstaltungen statt und kann bei Interesse das freiwillige Medienkulturpraktikum realisiert werden. Dass dies im 3. Fachsemester empfohlen wird, fußt nicht nur auf didaktischen Überlegungen (Kenntnis der entscheidenden Vertiefungen und Methoden), sondern auch auf berufspraktischen Erwägungen: Den Studierenden soll es ermöglicht werden, in diesem Semester umfassende Kontakte zu Unternehmen und Institutionen aufzubauen/zu vertiefen, die als mögliche Arbeitgeber in Frage kommen. Ziel ist, einen möglichst raschen Einstieg in den Berufsalltag nach Abschluss des Studiums vorzubereiten.

Das 4. Semester ist auf den zielgerichteten Abschluss des Studiums fokussiert, d. h. auf das Verfassen der MA-Arbeit und deren Verteidigung.

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Die Module im A-Bereich sind Pflichtmodule und müssen von allen Studierenden absolviert werden. Wahlmöglichkeiten bestehen vor allem im Ergänzungs-, Praxis- und Integrationsbereich:

• Es sind drei Wahlmodule über den Ergänzungs- und Praxisbereich hinweg zu wählen, wobei die Regel gilt, dass ein Wahlmodul aus dem Ergänzungs- und eines aus dem Praxisbereich kommen muss, das dritte ist frei zuordenbar.

• Innerhalb des Moduls Medieninformatik (B.3) werden zwei Veranstaltungen aus einem Pool ausgewählter Veranstaltungen des Studiengangs ‚Digitale Medien’ belegt.

• Das Freie Wahlmodul (B.4) beinhaltet frei wählbare Angebote aus anderen Master-Studiengängen (in Ausnahmefällen und nach Absprache auch aus anderen Bachelor-Studiengängen). Die Prüfungen finden hier gemäß den Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge statt.

• Das Unternehmen bzw. die Institution, bei denen das Medienpraktikum (C.1) über mindestens acht Wochen fakultativ abgeleistet wird, kann in Rücksprache mit dem/der Praktikumsbetreuer*in frei gewählt werden, so lange es auf den Gegenstandsbereich ‚Medienkommunikation’ ausgerichtet bleibt.

• Im Integrationsbereich bestehen innerhalb des verpflichtenden Methodenmoduls (D.1) Möglichkeiten der Wahl bei der praktischen Einübung einzelner Methoden. Beim zweisemestrigen Modul Medienkulturforschung (D.2) kann unter einem wechselnden Angebot aktueller Forschungsveran­staltungen ausgewählt werden.

• Auch das Thema des im Kernbereich eigenverantwortlich realisierten Selbststudienmoduls (A.4) ist im Gegenstandsbereich des Studiums frei wählbar.

• Ziel dieser Kombination von Pflicht-, Wahl- und Wahlpflichtangeboten ist es, einerseits ein gemeinsames hohes Ausbildungsniveau des Studiengangs sicherzustellen, andererseits individuelle Wahlmöglichkeiten zu eröffnen, um sowohl im Bereich der forschungsorientierten Lehrveran­staltungen als auch im Bereich der praxisorientierten Lehrveranstaltungen eine individuelle Profilierung zu erlauben. Aktuelle Wahlangebote können der Homepage des Studiengangs entnommen werden.

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Das Lehrangebot des MA Medienkultur und Globalisierung umfasst Seminare, Vorlesungen, Praxisseminare, Praktika und Exkursionen sowie Kolloquien und Selbststudienmodule. Seminare sind die Hauptunterrichtsform des MA Medienkultur und Globalisierung. Sie dienen der Vertiefung der Fachkenntnisse und behandeln aktuelle As­pekte und Entwicklungen der Forschung und Praxis. Vorlesungen vermitteln das systematische Verständnis der Grundlagen des Stoffgebietes. Praktika sowie Exkursionen zu Medienunternehmen stellen unmittelbare Bezüge zwischen den in Vorlesungen und Seminaren erlernten Theorien zur Praxis her. Das Forschungskolloquium bietet eine Plattform für Diskussionen der aktuellen wissenschaftlichen Theorieentwicklung und empirischen Forschung. Im Selbststudienmodul eignen sich die Studierenden wissenschaftliche Kenntnisse teilweise in Eigenleistung an oder vertiefen bekannte Theorien und Verfahren.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Folgende Inhalte werden im MA Medienkultur erarbeitet und können nach eigenen Interessen vertieft werden:

• Erarbeitung von Medienkommunikationstheorien in den Bereichen Kommunikator-/Journalismusforschung, Medienproduktanalyse und Wirkungs-/Rezeptions-/Aneignungsforschung,  jeweils mit Fokus auf Medienkultur und deren Globalisierung;

• Kenntnisse von etablierten empirischen Methoden der Medienkulturforschung, v.a. im Hinblick auf die Konzeption und Realisierung eigenständiger medienkultureller Forschung;

• Wissen über gegenwärtige medienkulturelle Formen und deren Globalisierung bezogen auf traditionelle Medien (Fernsehen, Film, Radio, Print) und digitale Medien (computervermittelte Kommunikation, Mobilkommunikation) und deren Wandel;

• Erfahrungen in medienkultureller Forschung v.a. mit Fokus auf den gegenwärtigen Wandel von Medienkulturen;

• Kenntnisse im Bereich der Medienökonomie und des Medienmanagements im Hinblick auf die Realisierung medienkultureller Projekte;

• differenzierte Kenntnisse über europäische Mediensysteme und Medienkulturen, ihre historische Entwicklung und Wandlung und internationale Kontextualisierung;

• Auseinandersetzung mit Theorien und Ergebnissen der Medienanthropologie mit Fokus auf interkulturelle und transkulturelle Kommunikationsprozesse;

• Schlüsselqualifikationen v.a. in den Bereichen Projektmanagement, Präsentationstechniken, Medienkompetenz, Gesprächsführung und Moderation, Teamarbeit und Führungsaufgaben.

Praktikum

Das Modul C.1 „Praktikum“ (Wahlmodul) wird als ein achtwöchiges, betreutes, aber freiwilliges Praktikum in der vorlesungsfreien Zeit realisiert. Bei der Vermittlung von Kontakten zu entsprechenden Unternehmen sind der Praxisbeauftragte des IPKM und das Praxisbüro des Fachbereichs 9 behilflich, um sicherzustellen, dass alle interessierten Studierenden einen Praktikumsplatz erhalten. Abgeschlossen wird das Praktikum durch einen zehnseitigen, schriftlichen Kurzbericht an die Praktikumsbetreuer*in, in dem die Transfererfolge des Praktikums reflektiert werden.

Fremdsprachenkenntnisse

Englischkenntnisse auf Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens

Auslandssemester

Der Masterstudiengang Medienkultur und Globalisierung ist klar international profiliert, was auf verschiedenen Ebenen greifbar wird. So sind die Inhalte aller Module nicht nur auf den deutschen Kulturraum bezogen, sondern Medienkultur wird in dem Studiengang insgesamt als ein zunehmend von Globalisierungsprozessen geprägtes Phänomen begriffen. Entsprechend wird nicht nur dezidiert internationale, insbesondere englischsprachige Grundlagenliteratur in die Lehre einbezogen, sondern alle Module können neben Deutsch auch auf Englisch unterrichtet werden. Darüber hinaus werden insbesondere in das Modul D.2 Medienkulturforschung, wann immer möglich, ausländische Gastforscher*innen einbezogen. Ziel hierbei ist nicht nur, den Gegenstandsbereich von Medienkultur stärker transkulturell zu kontextualisieren. Gleichzeitig geht es auch darum, im Bereich der Projektrealisierung fremdsprachliche Kommunikationsfähigkeiten zu trainieren.

Weiterhin wird den Studierenden angeboten, einen Auslandsaufenthalt in das Studium zu integrieren, wobei Auslandssemester für das dritte Fachsemester bzw. ‚zwischen’ drittem und viertem Fachsemester (also in den Wintersemesterferien bei vorher verkürztem dritten Fachsemester in Bremen) empfohlen werden. Alternativ ist ein Auslandspraktikum im Anschluss an das dritte Fachsemester möglich. Mit folgenden Universitäten wurden Erasmus-Verträge abgeschlossen: Katholische Universität Leuven (Belgien), Freie Universität Brüssel (Belgien), Universität Tampere (Finnland), Université Charles de Gaulle Lille 3 (Frankreich), Université Michel de Montaigne Bordeaux 3 (Frankreich), Université Paris 8 Vincennes - Saint Denis (Frankreich), Universität Oslo (Norwegen), Universität Klagenfurt (Österreich), Universität Karlstad (Schweden), Södertörn University (Schweden), Universität Stockholm (Schweden), Universitá della Svizzera italiana, Lugano (Schweiz), Universidad Carlos III de Madrid (Spanien), Charles University, Prag (Tschechien), Universität Bahcesehir, Istanbul (Türkei) (Änderungen vorbehalten!). Für fachspezifische Information und Betreuung des Studierendenaustauschs sowie als Ansprechpartner*in für die Koordination der Auslandskontakte ist die/der Internationalisierungsbeauftragte des IPKM zuständig; die organisatorische Abwicklung liegt in der Hand des International Office der Universität Bremen.

Prüfungen und Prüfungsformen

Prüfungen finden modulbegleitend in folgender Form statt:

• Studienarbeiten

• Projektarbeiten

• Hausarbeiten

• Klausuren

• Mündliche Prüfungen

Das 4. Semester schließt mit der MA-Arbeit inkl. Kolloquium und Verteidigung ab.

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Interesse an Medienkulturen und deren Wandel, Offenheit gegenüber unterschiedlichen Medienkulturen sowie Begeisterung für empirische Projekte und für medienpraktisches, konzeptionelles Arbeiten.

Zugangsvoraussetzung

Für die Aufnahme in einen Masterstudiengang ist der Abschluss eines Studiums auf Bachelor-Niveau Voraussetzung. Die fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen sind in der aktuellen Aufnahme-/Zulassungsordnung (s. u.) geregelt. Darin enthalten sind auch die unterschiedlichen Fristen für die Nachweiserbringung.

Zulassungsordnung

Zulassung

für Studienanfänger

Beschränkte Anzahl von Studienplätzen. Zulassung nach Zulassungs-/Aufnahmeordnung.


für höhere Semester

Zulassungsbeschränkt


Bewerbung über

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.06. zum Wintersemester

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.01. zum Sommersemester
  • 15.06. zum Wintersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

SoSe und WiSe

Besonderheiten bei der Zulassung

Es bestehen folgende Studienvoraussetzungen für eine Zulassung zum MA Medienkultur und Globalisierung:

•  Abgeschlossenes BA-Studium bzw. ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss in kommunikations- und medienwissenschaftlichen oder kulturwissenschaftlichen Fächern oder einem als gleichwertig anerkannten Studiengang mit Studienleistungen im Umfang von mind. 180 CP.

•  Eine Mindestnote 2,3 als Gesamtnote des vorangegangenen Abschlusses bzw. des zum Zeitpunkt der Bewerbung erreichten Notendurchschnitts (mind.150 CP).

•  Fundierte Grundkenntnisse der Kommunikations- und Medienwissenschaft, die durch eine Schwerpunktsetzung im bisherigen Studium mit mind. 40 CP nachgewiesen werden. Insbesondere sind disziplinäre Kenntnisse im Bereich der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Methodenausbildung, im Bereich der Kommunikator-/Journalismus-/Inhaltsforschung sowie der Nutzungs-/Aneignungs-/Rezeptions-/Wirkungsforschung erforderlich.

•  Englische Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 des European Framework. Dies entfällt für Bewerber*innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung oder den letzten Hochschulabschluss an einer englischsprachigen Institution erworben haben.

•  Deutschkenntnisse, welche die für die Universität Bremen allgemein geltenden Voraussetzungen bezüglich deutscher Sprachkenntnisse gemäß der „Ordnung über den Nachweis deutscher Sprachkenntnisse an der Universität Bremen“ vom 25. Januar 2012 der jeweils geltenden Fassung erfüllen.

•  Ein Motivationsschreiben von max. 2 Seiten, das das besondere Interesse am Masterstudiengang Medienkultur und Globalisierung begrün-det.

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt und führt ein Auswahlverfahren durch, Verfahren und Auswahlkriterien sind in der Aufnahmeordnung festgelegt. Die Information über die Zulassungsbeschränkung bezieht sich auf das Wintersemester 2017/18. Die Angaben zu den Studienvoraussetzungen sind ohne Gewähr. Sie sind ein Auszug aus der Aufnahmeordnung vom 15. November 2017. Für Ihre Bewerbung beachten Sie bitte, dass Zulassungsbeschränkung und Aufnahmeordnungen sich jährlich ändern können. Aktuelle Auskünfte finden Sie auf der Internetseite www.uni-bremen.de/master.

FORMALIA

Studienform

Aufbaustudiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Abschluss

Master

Titel/Abschluss

Master of Arts (M.A.)

Regelstudienzeit

4 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
120CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

4 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 331,42 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung
Zulassungsordnung

FORSCHUNG UND LEHRE

Fachgebiete

Kommunikations- und Medienwissenschaft
Medienanthropologie/Kulturwissenschaft
Medieninformatik

Lehrende

5 Professorinnen und Professoren im Fach Kommunikations- und Medienwissenschaft und 2 Professorinnen im Fach Kulturwissenschaft             
Professoren des Studiengangs Digitale Medien

Kooperationen

Medienorganisation und -unternehmen der Region und darüber hinaus (u.a. Radio Bremen, Weser Kurier, taz Bremen, Landesmedienanstalt Bremen, Nordmedia, Pro7Sat.1 Media, hmmh Multimedia, Wirtschaftsförderung Bremen, Artundweise, Construktiv).

Studiengang Digitale Medien

KONTAKT UND BERATUNG

Homepage des Studiengangs

Studienfachberatung

Prof. Dr. Andreas Hepp
Gebäude: Linz 4, Raum: 40200
E-Mail: andreas.hepp(at)uni-bremen.de
Telefon: 0421 218-67620

Studienzentrum

Studienzentrum FB 9
Gebäude: SFG, Raum: 3300
E-Mail: studienzentrumfb9(at)uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67511

Juliane Schoppe
Montag 12-14 Uhr und Donnerstag 10-12 Uhr (Raum SFG 3300)
Sprechzeiten in der vorlesungsfreien Zeit nach Vereinbarung

 

 

Praxisbüro

Wiltrud Hoffmann
Gebäude: SFG, Raum: 3090
E-Mail: praxfb9(at)uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67510

Stand der Informationen

07.06.2018
Beschreibung des Faches

BESCHREIBUNG DES FACHES

Heute gibt es kaum noch einen Bereich von Kultur und Gesellschaft, der nicht von Medienkommunikation durchdrungen wäre. Nicht nur Alltag und Freizeit sind heute längst ‚Medienalltag’ und ‚Medienfreizeit’, bei deren Gestaltung der individuelle oder gemeinsame Gebrauch von Medien eine wachsende Rolle spielt. Dabei sind Medien immer mehr auch globalisierte Medien; inter- und transkulturelle Kommunikation gewinnt an Bedeutung. Unter diesen Bedingungen ist auch das Berufsfeld ‚Medien’ einem kontinuierlichen Wandel unterworfen. Treiber und Getriebene dieser Entwicklung sind nicht nur die Medieninstitutionen selbst. Auch in anderen Branchen stehen Mitarbeiter*innen wie Unternehmen vor der Herausforderung, sich mit immer neuen medialen Kommunikationsformen und -werkzeugen vertraut und diese für ihre eigenen Zwecke nutzbar zu machen. In der Folge entstehen kontinuierlich neue medienbezogene Berufsfelder, die ein fundiertes Verständnis medial vermittelter Kommunikationsprozesse erfordern.

Mit Blick auf diese fortschreitende Mediatisierung und die von Medien getragene Globalisierung des (Berufs-)Alltags wie auch von Kultur und Gesellschaft insgesamt adressiert der forschungsorientierte MA Medienkultur und Globalisierung den Bereich der Medienkommunikation in seiner gesamten Breite von Printmedien (bspw. Zeitung, Zeitschrift) über audiovisuelle Medien (bspw. Film, Fernsehen) bis hin zu digitalen Medien (bspw. computervermittelte Kommunikation und Mobilkommunikation). Damit verbunden ist ein integratives Verständnis von Medienkultur, das ‚Medienkultur’ nicht auf einen spezifischen Teilbereich von Kultur reduziert, etwa den Bereich hochkulturell geschätzter oder aber populärkultureller Medienprodukte, sondern Kultur insgesamt als durch medial vermittelte Kommunikationsprozesse im weitesten Sinne konstituiert begreift.

Medienkultur und deren aktuelle Globalisierung sind aus einem doppelten Grund der Kernfokus des Masterprogramms: Zum einen können heutige Kulturen und deren Globalisierung jenseits von Medienkommunikation nicht angemessen gefasst werden. Zum anderen ist es nicht möglich, angemessen medienvermittelt – auch in einem ganz praktischen Sinn verstanden – zu kommunizieren, ohne auch den kulturellen Kontext von Kommunikation im Blick zu haben.

Dieser medienkulturelle Ansatz durchbricht die traditionellen Perspektiven einer primär sozialwissenschaftlichen Kommunikations- und Medienwissenschaft wie auch einer primär geisteswissenschaftlichen Medienwissenschaft. Indem er die Prozesse öffentlicher Kommunikation ebenso in den Blick nimmt wie den Bereich der medial vermittelten interpersonalen Kommunikation, erweitert er den vergleichsweise engen Blick publizistischer Studiengänge mit ihrem Fokus auf journalistische Kommunikation, und geht zugleich über literaturwissenschaftliche Medien(kultur)studiengänge mit ihrem ästhetischen Fokus auf Einzelmedien und Medienprodukte hinaus, ohne auf die notwendige fachwissenschaftliche Spezialisierung zu verzichten.

Im Sinne einer solchen übergreifenden Perspektive umfasst das Studiengangskonzept des MA Medienkultur und Globalisierung neben einer vertiefenden theoretischen wie auch methodischen Ausbildung im kommunikations- und medienwissenschaftlichen Kernbereich einen disziplinenübergreifenden, wählbaren Ergänzungsbereich mit Studienanteilen in Kulturtheorie, Transkulturellen Medien und Medieninformatik sowie einen unmittelbar an die regionale Medienwirtschaft angebundenen Praxisbereich. Diese Studienstruktur eröffnet den Studierenden breite Wahlmöglichkeiten und Freiräume zur individuellen Schwerpunkt- bzw. Profilbildung.

Dabei ist der MA Medienkultur und Globalisierung inhaltlich konsequent auf eine internationale Ausbildungslandschaft ausgerichtet. Er trägt damit der Tatsache Rechnung, dass nicht nur medial vermittelte Kommunikation an sich immer häufiger auch inter- bzw. transkulturell stattfindet, sondern dass damit auch medien­bezogene Berufs- und Tätigkeitsfelder fortschreitenden Globalisierungsprozessen unterworfen sind.

Das integrative Studiengangskonzept konkretisiert sich in folgenden Studienzielen:

 •  Vertiefende wissenschaftliche und anwendungsbezogene Erarbeitung von Medienkommunikationstheorien in den Bereichen Kommunikator-/ Journalis­musforschung, Medienproduktanalyse und Wirkungs-/Rezeptions-/An­eignungsforschung, jeweils mit Fokus auf Medienkultur und deren Globalisierung;

•  Differenzierte Kenntnisse gegenwärtiger medienkultureller Formen, auch der Hybridkommunikation (computervermittelte Kommunikation, Mobilkommuni­kation);

•  Vermittlung von differenzierten Kenntnissen über europäische Mediensysteme und Medienkulturen, ihre historische Entwicklung und Wandlung und internationale Kontextualisierung;

•   Kenntnisse im Bereich der Kulturtheorie, transkultureller Medien und Medien­in­formatik mit einem besonderen Bezug zu Fragen der Medienkultur und deren Globalisierung (als Wahlangebote); Medienpraktische Erfahrungen in Bezug auf mindestens zwei unterschiedliche Medien bei einem Fokus auf Prozesse der Medien­konzeption (als Wahlangebote);

•  Kenntnisse und praktische Erfahrungen mit etablierten empirischen Methoden der Medienkulturforschung, insbesondere im Hinblick auf die Konzeption und Realisierung eigenständiger empirischer Forschungsvorhaben zu unterschiedlichen medienkulturellen Phänomenen;

•  Medienkulturelle Grundlagenforschung und Medienkulturanalyse insbe­sondere mit Fokus auf den Wandel und die Globalisierung von Medienkulturen;

•  Schlüsselqualifikationen insbesondere im Bereich Konzeptionsplanung, Projektmanagement, Präsentationstechniken, Medienkompetenz, Gesprächsführung und Moderation, Teamarbeit und Führungsaufgaben.

Das spezifische Profil des MA Medienkultur und Globalisierung ergibt sich somit aus einer interdisziplinär geöffneten Fokussierung, einer profilierten Methodenausbildung, einer umfassenden Internationalisierung und schließlich einem klaren Bezug zur medienbezogenen Forschungs- bzw. Berufspraxis:

Disziplinäre und interdisziplinäre Fokussierung: Die Verankerung des MA Medienkultur und Globalisierung in der Kommunikations- und Medienwissenschaft wird durch den wählbaren Einbezug von Kulturtheorie (Kulturwissenschaft), Transkultureller Medienforschung (Ethnologie) und Medieninformatik (Informatik) erweitert. Hierdurch werden solche Disziplinen integriert, die in hohem Maße relevant erscheinen für eine Auseinandersetzung mit dem in Globalisierung und Digitalisierung greifbaren Wandel gegenwärtiger Medienkulturen.

Integrative Methodenausbildung: Innerhalb des MA Medienkultur und Globalisierung erfolgt eine vertiefende Ausbildung in verschiedenen etablierten Methoden der empirischen Medienkulturforschung, die die Grenzen von theoriefindenden und theorieprüfenden bzw. qualitativen und quantitativen Verfahren bewusst übergreift. Dahinter steht die Auffassung, dass sich gegenwärtige Medienkulturen und deren Kommunikationsprozesse nur mit einem breiten methodischen Instrumentarium analytisch fassen lassen.

Internationale Ausrichtung: Der MA Medienkultur und Globalisierung ist klar international profiliert, einerseits thematisch in der Fokussierung auf Medienkulturen in deren inter- und transkulturellen Kontexten, andererseits organisatorisch in umfassenden internationalen Kooperationen insbesondere mit Partneruniversitäten im europäischen Ausland. Hier bestehen vielfältige Austauschbeziehungen (Erasmus-Verträge), durch die sowohl ausländische Studierende ein Auslandssemester im MA Medienkultur und Globalisierung studieren als auch Studierende des MA Medienkultur und Globalisierung ein Auslandssemester verbringen können.

Betreuter Praxisbezug: Der Praxisbezug des MA Medienkultur und Globalisierung besteht zum einen in der Integration einer wählbaren Praktikumsphase in den Studienverlauf, zum anderen in Lehrkooperationen mit Medienunternehmen und -institutionen aus der Region Bremen und darüber hinaus. Insbesondere auf diesen zweiten Bereich des Praxisbezugs wird insofern großer Wert gelegt, als hierdurch eine Rückbeziehung des Studiengangs an die Berufspraxis erfolgen kann und nicht auf der Ebene des individuellen Engagements z.B. im Rahmen der Praktikumssuche verbleibt. Es bestehen exzellente Kontakte zu regionalen und überregionalen Medienunternehmen und -institutionen, die nicht zuletzt durch den Beirat der Medienstudiengänge langfristig gesichert sind.

Damit stellt der MA Medienkultur und Globalisierung den Anschluss her zu den insbesondere in der britischen Universitätslandschaft etablierten Studienangeboten im Bereich Global Media Culture, profiliert sich gegenüber diesen aber durch eine integrative Methodenausbildung und die Einbindung interdisziplinärer Studieninhalte.

Berufswege und Weiterqualifizierung

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Insgesamt versteht sich der MA Medienkultur und Globalisierung als forschungsorientierter Studiengang mit Praxisanteilen, der eine Brücke zu den sich wandelnden medienbezogenen Berufsfeldern schlägt und damit seinen Absolvierenden breite Berufschancen eröffnet. Das oben dargelegte Portfolio an fachspezifischen wie auch an fächerübergreifenden Schlüsselkompetenzen qualifiziert für eine wissenschaftlich-analytische ebenso wie für eine praktisch-konzeptionelle Auseinandersetzung mit dem Gesamtbereich medial vermittelter Bedeutungsproduktion in gegenwärtigen Medienkulturen. Insbesondere zielt der kommunikations- und medienwissenschaftliche MA Medienkultur und Globalisierung damit auf eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung 

 • für konzeptionelle Tätigkeiten innerhalb der Medienbranche, die auf die Planung medienkultureller Inhalte, aber auch auf deren Vermarktung fokussiert sind,

• auf weitergehende Berufsfelder etwa auf dem Gebiet des Marketing, des Projektmanagements oder der Kultur- oder Öffentlichkeitsarbeit, deren Berufspraxis zunehmend durch Mediati­sierung geprägt ist,

• sowie eine kommunikations- und medienwissen­schaftliche Forschung zu gegenwärtigen Medienkulturen.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme einer Promotion.

Studieninhalte und Fächerkombinationen

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Der Masterstudiengang Medienkultur und Globalisierung vermittelt mit Fokus auf seine allgemeinen Ausbildungsziele klare Fähigkeiten für eine sowohl wissenschaftlich-analytische als auch praktisch-konzeptionelle Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Medienkulturen und deren Globalisierung. Im Einzelnen sind hier folgende Bereiche zu nennen:

• Analysekompetenzen: Innerhalb des Studiengangs wird auf strukturierte Weise ein kommunikations- und medienwissenschaftlicher Begriffsapparat vermittelt, der es ermöglicht, gegenwärtigen und historischen Wandel von Medienkulturen auf unterschiedlichen Ebenen (bspw. Produktion, Produkt, Aneignung) zu erfassen, analytisch einzuordnen und zu bewerten.

• Methodische Kompetenzen: Der Studiengang vermittelt breite methodische Kompetenzen im Bereich der empirischen Medienkulturforschung, indem unterschiedliche etablierte Methoden anwendungsbezogen vermittelt und im Rahmen eigenständiger empirischer Projektarbeit forschungspraktisch erprobt werden.

•  Inter- und transkulturelle Kompetenzen: Vor dem Hintergrund, dass gegenwärtige Medienkulturen zunehmend durch die fortschreitende Globalisierung der Medienkommunikation geprägt sind, werden in dem Studiengang umfassende selbstreflexiv ausgerichtete Kompetenzen im Bereich transkultureller Prozesse bzw. der inter- und transkulturellen Kommuni­kation vermittelt.

• Praktische Kompetenzen: Im Rahmen des Studiums findet schließlich eine medien-praktische Ausbildung statt, die insbesondere auf konzeptionelle Fähigkeiten (bspw. Medien- und Produktplanung, Medienmanagement, Medienkonzeption und -evaluation) ausgerichtet ist.

 

Studienverlaufsplan

Der Studiengang ist als Vollfach konzipiert und auf eine Studiendauer von 2 Jahren oder 4 Fachsemestern angelegt, wobei den Studierenden nahegelegt wird, ein Auslandssemester oder Auslandspraktikum in das Studium zu integrieren.

Insgesamt umfasst das Studium 13 Module. Davon entfallen 4 Module auf einen kommunikations- und medienwissenschaftlichen Kernbereich A (A.1 Medienkulturen, A.2 Medienwelten, A.3 Medienwandel, A.4 Selbststudienmodul), 4 Module auf einen wählbaren interdisziplinären Ergänzungsbereich B (B.1 Kulturtheorie, B.2 Transkulturelle Medien, B.3 Medieninformatik, B.4 Freies Wahlmodul), 2 Module auf einen ebenfalls durch Wahl gestaltbaren Praxisbereich (C.1 Medienpraktikum, C.2 Medienpraxis) sowie 3 Module auf einen thematisch übergreifenden, kommunikations- und medienwissenschaftlichen Integrationsbereich (D.1 Methoden, D.2 Medienkulturforschung, D.3 Anfertigung der MA-Arbeit inkl. Kolloquium).

Das Grundkonzept des Studiengangs lässt sich damit wie folgt systematisieren:

Von den 13 Modulen des MA Medienkultur und Globalisierung sind 4 Pflichtmodule (P), 3 Wahlpflichtmodule (WP) und 6 Wahlmodule (W). Während die Pflichtmodule eine vertiefende Ausbildung im kommunikations- und medienwissenschaftlichen Kernbereich auf einheitlich hohem Niveau sicherstellen, ermöglichen die Wahl- und Wahlpflichtmodule eine individuelle Schwerpunktsetzung seitens der Studierenden. Dabei werden im Rahmen der Wahlpflichtmodule unterschiedliche Seminare (S) angeboten, aus denen die individuell präferierten Veranstaltungen gewählt werden können. Bei den Wahlmodulen hingegen ist eine Wahl zwischen einzelnen Modulen möglich. Insgesamt müssen dabei 3 der angebotenen 6 Wahlmodule besucht werden, wobei je eines aus dem Ergänzungs- und Praxisbereich belegt werden muss, das dritte dagegen frei zuordenbar ist. Somit werden im Laufe des Studiums einschließlich der Abschlussarbeit 10 Module realisiert.

Jedes Modul umfasst in der Regel zwei inhaltlich zusammenhängende Präsenz-Lehrveranstaltungen im Umfang von jeweils 2 Semesterwochenstunden (SWS), die unterschiedliche Lehr-, Lern- und Prüfungsformen integrieren und damit unterschiedliche Fähigkeiten der Studierenden fordern und fördern. Durch Vorträge bzw. Referate, schriftliche Hausarbeiten oder Projektkonzeptionen und -berichte werden die in den Präsenzveranstaltungen erarbeiteten wissenschaftlichen und praktischen Inhalte bezogen auf einzelne thematische Schwerpunkte oder praktische Studien vertieft.

Zur Gewährleistung der Studierbarkeit werden alle Module zyklisch ange­boten, d. h. Module des 1. und 3. Fachsemesters jeweils im Wintersemester, Module des 2. und 4. Fachsemesters jeweils im Sommersemester. Auf diese Weise werden alle Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen im Immatrikulationszyklus realisiert.

Insgesamt beläuft sich der Umfang des Masterstudiums Medienkultur auf 30 bis 34 SWS (je nachdem, ob das Praktikum als Wahlmodul gewählt wird oder nicht), wobei die Präsenz pro Semester in den ersten eineinhalb Studienjahren je nach Wahl zwischen 10 und 12 SWS liegt, im letzten Fachse­mester bei 2 SWS für das Betreuungskolloquium.

Die Rücknahme der Präsenz­ im 4. Semester begründet sich in der wachsenden Kompetenz der Studierenden zum forschenden Selbststudium und zur eigenständigen Projektarbeit. Sie zielt darauf, den Raum für die Erstellung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit zu schaffen.

Bezogen auf eine Studiendauer von 4 Semestern ergibt sich folgender Studienverlauf:

Das 1. Semester dient einer Vertiefung der Grundlagen im Bereich der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Medienkulturforschung und bietet eine erste Orientierung im Bereich der Medienkulturpraxis, die in den folgenden Semestern auf individuellen Wunsch hin weiter vertieft werden kann. Ziel ist die Erarbeitung eines einheitlichen Begriffsapparats in der Studierendengruppe.

Der Fokus des 2. Semesters liegt auf den Methoden der empirischen Medienkulturforschung. In diesem Semester ist nicht nur das Methodenmodul lokalisiert, darüber hinaus beginnt auch das zweisemestrige Forschungsseminar mit der Entwicklung des empirischen Studierendenprojekts. Daneben dient das zweite Fachsemester der vertiefenden Auseinandersetzung mit weiteren Teilbereichen von Medienkultur mit besonderer Akzentsetzung auf Fragen verschiedener globalisierter Medienwelten.

Im Zentrum des 3. Semesters steht die Forschungspraxis. Erstens wird in den Forschungsseminaren die Datenerhebung und -auswertung realisiert; zweitens bearbeiten die Studierenden ihre Selbststudienmodule. Dabei erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem globalisierten Medienwandel. Daneben finden auch in diesem Semester Medienpraxisveranstaltungen statt und kann bei Interesse das freiwillige Medienkulturpraktikum realisiert werden. Dass dies im 3. Fachsemester empfohlen wird, fußt nicht nur auf didaktischen Überlegungen (Kenntnis der entscheidenden Vertiefungen und Methoden), sondern auch auf berufspraktischen Erwägungen: Den Studierenden soll es ermöglicht werden, in diesem Semester umfassende Kontakte zu Unternehmen und Institutionen aufzubauen/zu vertiefen, die als mögliche Arbeitgeber in Frage kommen. Ziel ist, einen möglichst raschen Einstieg in den Berufsalltag nach Abschluss des Studiums vorzubereiten.

Das 4. Semester ist auf den zielgerichteten Abschluss des Studiums fokussiert, d. h. auf das Verfassen der MA-Arbeit und deren Verteidigung.

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Die Module im A-Bereich sind Pflichtmodule und müssen von allen Studierenden absolviert werden. Wahlmöglichkeiten bestehen vor allem im Ergänzungs-, Praxis- und Integrationsbereich:

• Es sind drei Wahlmodule über den Ergänzungs- und Praxisbereich hinweg zu wählen, wobei die Regel gilt, dass ein Wahlmodul aus dem Ergänzungs- und eines aus dem Praxisbereich kommen muss, das dritte ist frei zuordenbar.

• Innerhalb des Moduls Medieninformatik (B.3) werden zwei Veranstaltungen aus einem Pool ausgewählter Veranstaltungen des Studiengangs ‚Digitale Medien’ belegt.

• Das Freie Wahlmodul (B.4) beinhaltet frei wählbare Angebote aus anderen Master-Studiengängen (in Ausnahmefällen und nach Absprache auch aus anderen Bachelor-Studiengängen). Die Prüfungen finden hier gemäß den Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge statt.

• Das Unternehmen bzw. die Institution, bei denen das Medienpraktikum (C.1) über mindestens acht Wochen fakultativ abgeleistet wird, kann in Rücksprache mit dem/der Praktikumsbetreuer*in frei gewählt werden, so lange es auf den Gegenstandsbereich ‚Medienkommunikation’ ausgerichtet bleibt.

• Im Integrationsbereich bestehen innerhalb des verpflichtenden Methodenmoduls (D.1) Möglichkeiten der Wahl bei der praktischen Einübung einzelner Methoden. Beim zweisemestrigen Modul Medienkulturforschung (D.2) kann unter einem wechselnden Angebot aktueller Forschungsveran­staltungen ausgewählt werden.

• Auch das Thema des im Kernbereich eigenverantwortlich realisierten Selbststudienmoduls (A.4) ist im Gegenstandsbereich des Studiums frei wählbar.

• Ziel dieser Kombination von Pflicht-, Wahl- und Wahlpflichtangeboten ist es, einerseits ein gemeinsames hohes Ausbildungsniveau des Studiengangs sicherzustellen, andererseits individuelle Wahlmöglichkeiten zu eröffnen, um sowohl im Bereich der forschungsorientierten Lehrveran­staltungen als auch im Bereich der praxisorientierten Lehrveranstaltungen eine individuelle Profilierung zu erlauben. Aktuelle Wahlangebote können der Homepage des Studiengangs entnommen werden.

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Das Lehrangebot des MA Medienkultur und Globalisierung umfasst Seminare, Vorlesungen, Praxisseminare, Praktika und Exkursionen sowie Kolloquien und Selbststudienmodule. Seminare sind die Hauptunterrichtsform des MA Medienkultur und Globalisierung. Sie dienen der Vertiefung der Fachkenntnisse und behandeln aktuelle As­pekte und Entwicklungen der Forschung und Praxis. Vorlesungen vermitteln das systematische Verständnis der Grundlagen des Stoffgebietes. Praktika sowie Exkursionen zu Medienunternehmen stellen unmittelbare Bezüge zwischen den in Vorlesungen und Seminaren erlernten Theorien zur Praxis her. Das Forschungskolloquium bietet eine Plattform für Diskussionen der aktuellen wissenschaftlichen Theorieentwicklung und empirischen Forschung. Im Selbststudienmodul eignen sich die Studierenden wissenschaftliche Kenntnisse teilweise in Eigenleistung an oder vertiefen bekannte Theorien und Verfahren.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Folgende Inhalte werden im MA Medienkultur erarbeitet und können nach eigenen Interessen vertieft werden:

• Erarbeitung von Medienkommunikationstheorien in den Bereichen Kommunikator-/Journalismusforschung, Medienproduktanalyse und Wirkungs-/Rezeptions-/Aneignungsforschung,  jeweils mit Fokus auf Medienkultur und deren Globalisierung;

• Kenntnisse von etablierten empirischen Methoden der Medienkulturforschung, v.a. im Hinblick auf die Konzeption und Realisierung eigenständiger medienkultureller Forschung;

• Wissen über gegenwärtige medienkulturelle Formen und deren Globalisierung bezogen auf traditionelle Medien (Fernsehen, Film, Radio, Print) und digitale Medien (computervermittelte Kommunikation, Mobilkommunikation) und deren Wandel;

• Erfahrungen in medienkultureller Forschung v.a. mit Fokus auf den gegenwärtigen Wandel von Medienkulturen;

• Kenntnisse im Bereich der Medienökonomie und des Medienmanagements im Hinblick auf die Realisierung medienkultureller Projekte;

• differenzierte Kenntnisse über europäische Mediensysteme und Medienkulturen, ihre historische Entwicklung und Wandlung und internationale Kontextualisierung;

• Auseinandersetzung mit Theorien und Ergebnissen der Medienanthropologie mit Fokus auf interkulturelle und transkulturelle Kommunikationsprozesse;

• Schlüsselqualifikationen v.a. in den Bereichen Projektmanagement, Präsentationstechniken, Medienkompetenz, Gesprächsführung und Moderation, Teamarbeit und Führungsaufgaben.

Praktikum

Das Modul C.1 „Praktikum“ (Wahlmodul) wird als ein achtwöchiges, betreutes, aber freiwilliges Praktikum in der vorlesungsfreien Zeit realisiert. Bei der Vermittlung von Kontakten zu entsprechenden Unternehmen sind der Praxisbeauftragte des IPKM und das Praxisbüro des Fachbereichs 9 behilflich, um sicherzustellen, dass alle interessierten Studierenden einen Praktikumsplatz erhalten. Abgeschlossen wird das Praktikum durch einen zehnseitigen, schriftlichen Kurzbericht an die Praktikumsbetreuer*in, in dem die Transfererfolge des Praktikums reflektiert werden.

Fremdsprachenkenntnisse

Englischkenntnisse auf Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens

Auslandssemester

Der Masterstudiengang Medienkultur und Globalisierung ist klar international profiliert, was auf verschiedenen Ebenen greifbar wird. So sind die Inhalte aller Module nicht nur auf den deutschen Kulturraum bezogen, sondern Medienkultur wird in dem Studiengang insgesamt als ein zunehmend von Globalisierungsprozessen geprägtes Phänomen begriffen. Entsprechend wird nicht nur dezidiert internationale, insbesondere englischsprachige Grundlagenliteratur in die Lehre einbezogen, sondern alle Module können neben Deutsch auch auf Englisch unterrichtet werden. Darüber hinaus werden insbesondere in das Modul D.2 Medienkulturforschung, wann immer möglich, ausländische Gastforscher*innen einbezogen. Ziel hierbei ist nicht nur, den Gegenstandsbereich von Medienkultur stärker transkulturell zu kontextualisieren. Gleichzeitig geht es auch darum, im Bereich der Projektrealisierung fremdsprachliche Kommunikationsfähigkeiten zu trainieren.

Weiterhin wird den Studierenden angeboten, einen Auslandsaufenthalt in das Studium zu integrieren, wobei Auslandssemester für das dritte Fachsemester bzw. ‚zwischen’ drittem und viertem Fachsemester (also in den Wintersemesterferien bei vorher verkürztem dritten Fachsemester in Bremen) empfohlen werden. Alternativ ist ein Auslandspraktikum im Anschluss an das dritte Fachsemester möglich. Mit folgenden Universitäten wurden Erasmus-Verträge abgeschlossen: Katholische Universität Leuven (Belgien), Freie Universität Brüssel (Belgien), Universität Tampere (Finnland), Université Charles de Gaulle Lille 3 (Frankreich), Université Michel de Montaigne Bordeaux 3 (Frankreich), Université Paris 8 Vincennes - Saint Denis (Frankreich), Universität Oslo (Norwegen), Universität Klagenfurt (Österreich), Universität Karlstad (Schweden), Södertörn University (Schweden), Universität Stockholm (Schweden), Universitá della Svizzera italiana, Lugano (Schweiz), Universidad Carlos III de Madrid (Spanien), Charles University, Prag (Tschechien), Universität Bahcesehir, Istanbul (Türkei) (Änderungen vorbehalten!). Für fachspezifische Information und Betreuung des Studierendenaustauschs sowie als Ansprechpartner*in für die Koordination der Auslandskontakte ist die/der Internationalisierungsbeauftragte des IPKM zuständig; die organisatorische Abwicklung liegt in der Hand des International Office der Universität Bremen.

Prüfungen und Prüfungsformen

Prüfungen finden modulbegleitend in folgender Form statt:

• Studienarbeiten

• Projektarbeiten

• Hausarbeiten

• Klausuren

• Mündliche Prüfungen

Das 4. Semester schließt mit der MA-Arbeit inkl. Kolloquium und Verteidigung ab.

Bewerbung und Zulassung

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Interesse an Medienkulturen und deren Wandel, Offenheit gegenüber unterschiedlichen Medienkulturen sowie Begeisterung für empirische Projekte und für medienpraktisches, konzeptionelles Arbeiten.

Zugangsvoraussetzung

Für die Aufnahme in einen Masterstudiengang ist der Abschluss eines Studiums auf Bachelor-Niveau Voraussetzung. Die fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen sind in der aktuellen Aufnahme-/Zulassungsordnung (s. u.) geregelt. Darin enthalten sind auch die unterschiedlichen Fristen für die Nachweiserbringung.

Zulassungsordnung

Zulassung

für Studienanfänger

Beschränkte Anzahl von Studienplätzen. Zulassung nach Zulassungs-/Aufnahmeordnung.


für höhere Semester

Zulassungsbeschränkt


Bewerbung über

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.06. zum Wintersemester

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.01. zum Sommersemester
  • 15.06. zum Wintersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

SoSe und WiSe

Besonderheiten bei der Zulassung

Es bestehen folgende Studienvoraussetzungen für eine Zulassung zum MA Medienkultur und Globalisierung:

•  Abgeschlossenes BA-Studium bzw. ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss in kommunikations- und medienwissenschaftlichen oder kulturwissenschaftlichen Fächern oder einem als gleichwertig anerkannten Studiengang mit Studienleistungen im Umfang von mind. 180 CP.

•  Eine Mindestnote 2,3 als Gesamtnote des vorangegangenen Abschlusses bzw. des zum Zeitpunkt der Bewerbung erreichten Notendurchschnitts (mind.150 CP).

•  Fundierte Grundkenntnisse der Kommunikations- und Medienwissenschaft, die durch eine Schwerpunktsetzung im bisherigen Studium mit mind. 40 CP nachgewiesen werden. Insbesondere sind disziplinäre Kenntnisse im Bereich der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Methodenausbildung, im Bereich der Kommunikator-/Journalismus-/Inhaltsforschung sowie der Nutzungs-/Aneignungs-/Rezeptions-/Wirkungsforschung erforderlich.

•  Englische Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 des European Framework. Dies entfällt für Bewerber*innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung oder den letzten Hochschulabschluss an einer englischsprachigen Institution erworben haben.

•  Deutschkenntnisse, welche die für die Universität Bremen allgemein geltenden Voraussetzungen bezüglich deutscher Sprachkenntnisse gemäß der „Ordnung über den Nachweis deutscher Sprachkenntnisse an der Universität Bremen“ vom 25. Januar 2012 der jeweils geltenden Fassung erfüllen.

•  Ein Motivationsschreiben von max. 2 Seiten, das das besondere Interesse am Masterstudiengang Medienkultur und Globalisierung begrün-det.

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt und führt ein Auswahlverfahren durch, Verfahren und Auswahlkriterien sind in der Aufnahmeordnung festgelegt. Die Information über die Zulassungsbeschränkung bezieht sich auf das Wintersemester 2017/18. Die Angaben zu den Studienvoraussetzungen sind ohne Gewähr. Sie sind ein Auszug aus der Aufnahmeordnung vom 15. November 2017. Für Ihre Bewerbung beachten Sie bitte, dass Zulassungsbeschränkung und Aufnahmeordnungen sich jährlich ändern können. Aktuelle Auskünfte finden Sie auf der Internetseite www.uni-bremen.de/master.

Formalia

FORMALIA

Studienform

Aufbaustudiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Abschluss

Master

Titel/Abschluss

Master of Arts (M.A.)

Regelstudienzeit

4 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
120CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

4 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 331,42 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung
Zulassungsordnung
Forschung und Lehre

FORSCHUNG UND LEHRE

Fachgebiete

Kommunikations- und Medienwissenschaft
Medienanthropologie/Kulturwissenschaft
Medieninformatik

Lehrende

5 Professorinnen und Professoren im Fach Kommunikations- und Medienwissenschaft und 2 Professorinnen im Fach Kulturwissenschaft             
Professoren des Studiengangs Digitale Medien

Kooperationen

Medienorganisation und -unternehmen der Region und darüber hinaus (u.a. Radio Bremen, Weser Kurier, taz Bremen, Landesmedienanstalt Bremen, Nordmedia, Pro7Sat.1 Media, hmmh Multimedia, Wirtschaftsförderung Bremen, Artundweise, Construktiv).

Studiengang Digitale Medien

Kontakt und Beratung

KONTAKT UND BERATUNG

Homepage des Studiengangs

Studienfachberatung

Prof. Dr. Andreas Hepp
Gebäude: Linz 4, Raum: 40200
E-Mail: andreas.hepp(at)uni-bremen.de
Telefon: 0421 218-67620

Studienzentrum

Studienzentrum FB 9
Gebäude: SFG, Raum: 3300
E-Mail: studienzentrumfb9(at)uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67511

Juliane Schoppe
Montag 12-14 Uhr und Donnerstag 10-12 Uhr (Raum SFG 3300)
Sprechzeiten in der vorlesungsfreien Zeit nach Vereinbarung

 

 

Praxisbüro

Wiltrud Hoffmann
Gebäude: SFG, Raum: 3090
E-Mail: praxfb9(at)uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67510

Stand der Informationen

07.06.2018