Mensch & Gesundheit

Berufliche Bildung - Pflegewissenschaft

Bachelor

© Sandor Kacso / fotolia.com

Steckbrief

 

Das Bachelorstudium Pflegewissenschaft – dual mit dem Schwerpunkt Lehre ist sowohl ausbildungsbegleitend als auch für Fortgeschrittene mit abgeschlossener einschlägiger Berufsausbildung möglich.

Gegenstand der Pflegewissenschaft ist das Handlungsfeld „Pflege“. Pflege umfasst das gesamte Versorgungsspektrum (Gesundheitsförderung, Kuration, Rehabilitation, Langzeitpflege, Pflege am Lebensende), bezieht sich auf unterschiedliche Ebenen (Individuum, Familie, Gemeinde, Politik) und ist auf die gesamte Lebensspanne vom Kind bis hin z... mehr » mehr »


Eckdaten

Titel/Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

9 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Unterrichtssprache

Deutsch

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Informationen über Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur")
Ausbildungsplatz an einer Kooperationsschule im Land Bremen sowie abgeschlossene Probezeit
Für Personen mit einer abgeschlossenen Pflegeausbildung wird eine Anerkennungsprüfung angeboten.

Mehr Informationen unter Bewerbung und Zulassung

Zulassung für Erstsemester

zum Sommersemester

zulassungsfrei; es stehen Studienplätze für alle BewerberInnen zur Verfügung.

Beschreibung des Auswahlverfahrens

Bewerbung bis zum

15.01.

Studienplatzvergabe (DoSV)

Zulassung für höhere Semester

zum Wintersemester und zum Sommersemester

zulassungsfrei

Bewerbung bis zum

15.07. bzw. 15.01.

BESCHREIBUNG DES FACHES

 

Das Bachelorstudium Pflegewissenschaft – dual mit dem Schwerpunkt Lehre ist sowohl ausbildungsbegleitend als auch für Fortgeschrittene mit abgeschlossener einschlägiger Berufsausbildung möglich.

Gegenstand der Pflegewissenschaft ist das Handlungsfeld „Pflege“. Pflege umfasst das gesamte Versorgungsspektrum (Gesundheitsförderung, Kuration, Rehabilitation, Langzeitpflege, Pflege am Lebensende), bezieht sich auf unterschiedliche Ebenen (Individuum, Familie, Gemeinde, Politik) und ist auf die gesamte Lebensspanne vom Kind bis hin zum hochaltrigen Menschen gerichtet. Neben der Grundlagenforschung ist die angewandte Forschung von hoher Bedeutung. Sie zielt darauf ab, für die Weiterentwicklung der pflegerischen Praxis relevante wissenschaftliche Erkenntnisse zu generieren, zu transferieren und zu implementieren. Der Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft – dual mit dem Schwerpunkt „Lehre“ verbindet eine praxisnahe pflegerische Ausbildung (Gesundheits- und (Kinder) Krankenpflege bzw. Altenpflege) mit einem grundständigen pflegewissenschaftlichen und pflegepädagogischen Studium. Das (pflege-) pädagogische Studium fokussiert die wissenschaftlich fundierte Reflexion und Konzeption von Bildungsangeboten und -prozessen in der Fachrichtung Pflege. Studium und Ausbildung sind inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt. In der ersten Phase erfolgt das Studium ausbildungsbegleitend und startet zeitversetzt zur Berufsausbildung im Sommersemester mit dem Ende der Probezeit. Nach Abschluss der Ausbildung schließt sich in der zweiten Phase ein viersemestriges Vollzeitstudium an. Leistungen aus der Ausbildung werden auf das Studium angerechnet. Der Studiengang bereitet auf die lehrende Tätigkeit an Schulen des Gesundheitswesens und in der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung vor. Es werden Kompetenzen zur teilnehmer*innenzentrierten Planung, Durchführung und Auswertung von pflegebezogenen Bildungsangeboten erworben. Diese können im Masterstudium „Berufspädagogik Pflegewissenschaft“ vertieft werden.

Bewerber*innen mit abgeschlossener Berufsausbildung in den Bereichen Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege, Altenpflege, Ent­bindungs­pflege bzw. Heilerziehungspflege können als Fortgeschrittene für das Studium zugelassen werden (nähere Angaben siehe studien­gangs­spezifische Voraussetzungen sowie Anerkennungsprüfung). Über die aktuellen Entwicklungen können Sie sich auf der Homepage des Studiengangs BA Pflegewissenschaft – dual informieren (www.fb11.uni-bremen.de).

 

 

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Mit dem akademischen Abschluss im Studiengang BA Pflegewissenschaft - dual werden die Absolvent*innen zur wissenschaftlichen Begründung und Reflexion pflegerischer Probleme sowie des professionellen Handelns befähigt. Der duale Studiengang zielt gleichermaßen auf wissenschaftliche wie anwendungsorientierte Qualifikationen, wobei diese Doppelqualifikation den Studierenden gute Chancen und flexible Einmündungschancen auf dem Arbeitsmarkt bietet.

Tätigkeitsfeld der Pflegenden ist in erster Linie die Pflege am Bett. Gewissermaßen sind es alte Aufgaben im neuen Gewand, die die Absolvent*innen sich zu Eigen machen. Befähigt zu einer wissenschaftlich fundierten Versorgung übernehmen sie Verantwortung für den Prozess und das Ergebnis der evidenzbasierten Pflege im multiprofessionellen Team.

Innerhalb des Studiengangs BA Pflegewissenschaft - dual entscheiden die Studierenden sich für einen von zwei möglichen Schwerpunkten, deren Wahl Sie vor Beginn der 2. Studienphase (Vollzeitstudium) bzw. vor dem Einstieg als Fortgeschrittene*r treffen. Mit der Schwerpunktsetzung bahnen Sie ein spezifisches Kompetenzprofil an, welches in anschließenden pflegewissenschaftlichen Masterstudienprogrammen der Universität Bremen in Hinblick auf folgende beschriebenen Tätigkeitsfelder zu schärfen ist.

Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise

Absolvent*innen dieses Studienschwerpunktes erlangen Kompetenzen, um im klinischen Bereich tätig zu werden. Die Studierenden werden für die wissensbasierte Pflege von Patienten mit komplexen Pflegebedürfnissen qualifiziert, dazu zählen Aufgaben wie:

  • Pflegediagnostik und Assessment
  • teambezogene Implementierung des Pflegeprozesses
  • wissensbasierte Planung von Interventionen
  • Anleitung, Schulung und Beratung von Patienten, Pflegenden und Angehörigen
  • pflegespezifisches Care- und Case-Management
  • Mitarbeit in Forschungsprojekten der Pflegepraxis
  • Evaluation und Qualitätssicherung im (außer-)klinischen Bereich

    Schwerpunkt Lehre
  • Die Absolvent*innen werden auf die lehrende Tätigkeit in der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung und an Schulen des Gesundheitswesens sowie an staatlichen Berufsschulen vorbereitet. Ihnen wird im Rahmen des Bachelorstudiums zunächst vor allem die Möglichkeit eröffnet, eine Tätigkeit im Bereich der Lernortkooperation zwischen betrieblicher und schulischer Ausbildung aufzunehmen. Das Studium umfasst neben der wissenschaftlichen Fundierung der Pflegepraxis die Vermittlung pflegepädagogischer Kompetenzen und die fachwissenschaftliche Ausbildung im zweiten allgemeinbildenden Unterrichtsfach. Mit den integrativ zu studierenden Fächern Pflegewissenschaft, zweites allgemeinbildendes Unterrichts­fach und Berufliche Bildung/Erziehungswissenschaft erwerben die Studierenden die theoretischen Grundlagen, um berufsbezogene Bildungsprozesse planen, durchführen und evaluieren zu können.

    Während nach dem Pflegeberufereformgesetz (2017) für die Erteilung praktischen Unterrichts an Pflegeschulen ein Bachelorabschluss ausreichend ist, erfordert die Durchführung des theoretischen Unterrichts einen Masterabschluss. Aufbauend auf dem Bachelorabschluss im Schwerpunkt Lehre wird an der Universität Bremen ein zweijähriger Masterstudiengang Berufspädagogik Pflegewissen­schaft angeboten (M. A. Berufspädagogik Pflegewissenschaft).

    In Niedersachsen erfüllt der Masterabschluss grundsätzlich die Einstellungs-voraussetzungen für das eineinhalbjährige Referendariat und ist für den Schuldienst an berufsbildenden Schulen anerkannt. In Abhängigkeit von den Seminarkapazitäten ist die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Niedersachsen möglich. In Bremen ist eine Übernahme ins Referendariat und in öffentliche Berufsschulen für eine geringe Anzahl an Absolvent*innen möglich. Soll die Möglichkeit der Anerkennung in anderen Bundesländern gewahrt werden, sind bestimmte Fächerkombinationen zu beachten (siehe „Liste der möglichen Zweitfächer“).

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Das Studienfach qualifiziert nach dem Abschluss eines entsprechenden Master of Education-Studiengangs und eines Referendariats für folgende Lehrämter:

  • Berufsbildende Schulen Niedersachsen

Informationen zum Lehramt als pdf-Dokument

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines zweijährigen wissenschaftlichen Masterstudiums.

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Der BA Pflegewissenschaft – dual ist auf 9 Semester bzw. 4,5 Studienjahre angelegt. Das Studium umfasst insgesamt 180 Credit Points (CP), dabei ist der Studiengang in zwei Phasen gegliedert:

In Phase 1 erfolgt das Studium ausbildungsbegleitend und setzt zeitversetzt zur Berufsausbildung mit dem Ende der Probezeit im Ausbildungsverhältnis ein. In den verbleibenden 5 Semestern der Phase 1 erbringen die Studierenden Studienleistungen im Umfang von 20 CP an der Universität Bremen und erarbeiten im Rahmen der Berufsfachschulausbildung weitere 40 CP in vier ausgewiesenen Modulen. In der ersten Phase erwerben die Studierenden insgesamt 60 CP. Die erste Phase schließt mit der staatlichen Prüfung in der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege bzw. der Altenpflege sowie dem Erwerb der Berufszulassung ab.

In Phase 2 – nach Abschluss der Ausbildung – schließt sich ein Vollzeit­studium über 4 Semester an, in der 120 CP erworben werden. Diese Phase endet mit der Bachelorarbeit und führt zum akademischen Grad Bachelor of Arts Pflegewissenschaft.

Die 120 CP des Vollzeitstudiums setzten sich wie folgt zusammen:

·    51 CP + 39 CP aus erziehungswissenschaftlichen sowie fachdidaktischen Modulen bzw. General Studies + 30 CP aus dem  integrierten Zweitfach

Das Studium für Fortgeschrittene mit abgeschlossener einschlägiger Berufs­aus­bildung und nach Anerkennung von in der Berufsausbildung erworbenen Qualifikationen (siehe studiengangsspezifische Voraussetzungen) ist auf 5 Semester (Vollzeitstudium) angelegt und umfasst 140 CP.

Studienverlaufsplan

Die Studienverlaufspläne (für Anfänger*innen und Fortgeschrittene) stellen eine Empfehlung für den Ablauf des Studiums dar. Module können von den Studierenden in einer anderen Reihenfolge besucht werden, sofern keine Zulassungsvoraussetzungen erforderlich sind.

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Während der ausbildungsbegleitenden Phase, d. h. in den ersten fünf Semestern, umfassen die Pflichtmodule des universitären Anteils des Bachelorstudiengangs einführende Seminare zur Vermittlung von theoretischen und methodischen Grundlagen.

Im anschließenden Vollzeitstudium, d. h. vom sechsten bis neunten Semester, stehen vertiefende Pflichtmodule im Mittelpunkt, insbesondere zu den Schwerpunkten Intervention, Evaluation und Qualitätssicherung sowie Versorgungssettings. Je nach Schwerpunkt werden diese Themenbereiche um erziehungswissenschaftliche oder methodische Inhalte ergänzt.

Neben den in den Studienverlaufsplänen angeführten Pflichtmodulen gibt es einen Wahlpflichtbereich, in dem die Studierenden im Umfang von weiteren 9 CP im Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise aus dem Pool General Studies bzw. 12 CP im Schwerpunkt Lehre aus den angegebenen berufspädagogischen Wahlpflichtmodulen belegen.

Sowohl im Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise als auch im Schwerpunkt Lehre gibt es eine Reihe von Wahlmodulen, die von den Studierenden nach eigenen Interessenschwerpunkten besucht werden können. Bei diesen so genannten Wahlmodulen können die Studierenden im Unterschied zu Wahlpflichtmodulen zur Notenverbesserung mehr Module belegen als in die Berechnung einbezogen werden. 

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Das Curriculum sieht sowohl eher traditionelle Lehrveranstaltungen als auch Seminare mit hohen Selbstlernanteilen, zum Teil in Verbindung mit einem Projekt, zum Teil mit Praxisbezügen vor.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Die Studierenden wählen innerhalb des Studiums einen der beiden Schwerpunkte Klinische Pflegeexpertise oder Lehre.

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

In den General Studies werden Lehrveranstaltungen zusammengefasst, in denen berufsfeldbezogene Studienanteile und allgemeine Qualifikationen vermittelt werden. Die General Studies gehören nur bei Studiengängen mit einem fachwissenschaftlichen Profil zum Curriculum und umfassen im Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise jeweils 9 CP aus den Pflichtmodulen Wissenschaftliches Arbeiten, 6 CP aus Methoden der empirischen Sozialforschung sowie weiteren 9 CP aus dem Pool General Studies.
Im Schwerpunkt Lehre jeweils 9 CP aus dem Pflichtmodulen Wissenschaftliches Arbeiten sowie jeweils 6 CP aus Methoden der empirischen Sozialforschung und Schulpraktikum.

Die Lehrveranstaltungen in den General Studies dienen der Vermittlung von Studientechniken und allgemeiner Schlüsselqualifikationen sowie der Berufsorientierung. Beispiele für Angebote sind: wissenschaftliches Arbeiten, Recherche, Fremdsprachen, Schreib-, Präsentations- und Moderationstechniken, Projektmanagement, Zeitmanagement, Medienkompetenz bzw. Berufsfelderkunden.

Praktika werden den Studierenden grundsätzlich empfohlen. Obligatorisch ist ein sechswöchiges Praktikum außerhalb der Universität. Je nach Studienschwerpunkt unterscheiden sich Struktur, Inhalte und Ziele der Praktika.

Fachdidaktik

Im Bachelor Pflegewissenschaft - dual mit Schwerpunkt Lehre werden Fachdidaktik und Berufliche Bildung/Erziehungswissenschaft verpflichtend studiert. 

Profilbereich

Das Fach Pflegewissenschaft - dual ist wählbar im fachwissenschaftlichen Profil als Vollfach.
Mit Beginn der 2. Studienphase entscheiden die Studierenden sich entweder für den Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise/Pflegewissenschaft oder den Schwerpunkt Lehre. Fortgeschrittene treffen diese Entscheidung zu Beginn des Studiums.

Praktikum

Im Rahmen des Studiums wird ein ca. sechswöchiges Praktikum absolviert.

Im Praktikum sollen die Studierenden Arbeitssituationen und Arbeitsanforderungen in einem einschlägigen beruflichen Tätigkeitsfeld innerhalb oder außerhalb der Universität näher kennen lernen. Sie sollen dabei lernen, die jeweils tätigkeitsspezifisch anfallenden Probleme und Aufgaben auf der Basis ihrer bisher erworbenen Qualifikationen zu definieren und zu analysieren sowie Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und zu realisieren.

Das Praktikum ist ein eigenständiges Modul, das einen Beitrag zum Praxisbezug des Studiums leistet. Es wird je nach Wahl des Schwerpunktes in Einrichtungen des Gesundheitswesens bzw. in berufsbildenden Schulen, schulischen oder nichtschulischen Einrichtungen des Berufsbildungs- und Weiterbildungswesens durchgeführt. Um die Praktikumserfahrungen sinnvoll zu nutzen, besuchen die Studierenden zur Vor- und Nachbereitung ein Seminar.

Im Projektmodul des Schwerpunktes Klinische Pflegeexpertise sollen die Studierenden ein breites Wissen bezüglich der Aufgabenprofile von akademisch qualifizierende Pflegekräften sowie der Zusammenarbeit mit anderen Pflegenden und Berufsgruppen erwerben sowie praxisnahe Fragestellungen für das Studium entwickeln.

Im Modul Schulpraktikum des Schwerpunktes Lehre sollen die Studierenden sich selbst in für die die berufliche Bildung verantwortlichen Situationen und im Umfang mit Teilnehmer*innen sowie Institutionen der beruflichen Bildung erfahren sowie in einem Prozess forschenden Lernens eine erfahrungsgeleitete Sicht auf theoretische Diskussionen der beruflichen Bildung und umgekehrt eine reflektierte Sicht auf Formen und Vielfältigkeit der Praxis der beruflichen Bildung entwickeln.

Fremdsprachenkenntnisse

Da Pflegewissenschaft im angloamerikanischen Raum den fortgeschrittensten Forschungsstand repräsentiert, wird häufig englischsprachige Literatur erarbeitet. Gute Sprachkenntnisse sind erwünscht.

Auslandssemester

Die Internationalisierung des Studiengangs wird durch die Anerkennung internationaler Studien- wie Modulabschlüsse und die Möglichkeit eines oder mehrerer Auslandssemester oder eines Praktikums im Ausland angestrebt.

Prüfungen und Prüfungsformen

Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab und die Ergebnisse dieser Modulprüfungen gehen in die Abschlussnote ein. Es gibt verschiedene, in der Prüfungsordnung vorgesehene Prüfungsformen; die jeweiligen Prüfungsmodalitäten werden zu Beginn eines Semesters in jedem Modul festgelegt.

Mögliche Prüfungsformen: Klausuren, Projektarbeiten, Hausarbeiten, Praktikumsberichte, mündliche Prüfungen, Referat mit oder ohne schriftliche Ausarbeitung, Präsentationen, Fachbeiträge, Kolloquien.

Besonderheiten Studium / Sonstige

Das Fach Pflegewissenschaft - dual ist wählbar im fachwissenschaftlichen Profil als Vollfach.

Die Immatrikulation im Vollfach-Bachelor erfolgt ausschließlich im Fach Pflegewissenschaft - dual; Inhalte anderer Fächer sind ins Curriculum des Vollfaches integriert.

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

 

 

Formale Voraussetzung ist ein Zeugnis über die allgemeine oder fach­gebundene Hochschulreife (z.B. Abitur). Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur") sind im Internet beschrieben unter www.uni-bremen.de/StudierenohneAbi

Pflegewissenschaft – dual ist ein zulassungsfreies Studienfach. Es gibt genügend Studienplätze – wer fristgerecht einen Antrag einreicht, erhält einen Studienplatz und wird direkt eingeschrieben.

Sie haben die Möglichkeit, mehrere Anträge auf einen Studienplatz an die Universität zu richten.

<h2>Studiengangsspezifische Voraussetzungen:</h2>

·      Ausbildungsplatz an einer der Kooperationsschulen im Land Bremen

·      Bestandene Probezeit (Sofern die Probezeit zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht beendet wurde, kann der Nachweis über die bestandene Probezeit bis zum 31.03. nachgereicht werden.)

<h2>Studiengangsspezifische Voraussetzungen für Fortgeschrittene (mit abgeschlossener Berufausbildung):</h2>

·      Abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Entbindungspflege, Heilerziehungspflege

·      Anerkennung der in der Erstausbildung erworbenen Qualifikationen im Umfang von 40 CP entweder über:

-  den schriftlichen Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der vier an den kooperierenden Pflegeschulen durchgeführten Module mit Einzelnoten

oder

-  der Anerkennungsprüfung (Der Nachweis über die bestandene Anerkennungsprüfung kann bis zum 15.03. nachgereicht werden.)

<h2>Mit der Universität Bremen kooperierende Berufsfachschulen sind:</h2>

 

·    Bremer Heimstiftung, Schule für Altenpflege Mitte, Fedelhören 78, 28203 Bremen und Schule für Altenpflege Nord, Billungstraße 21, 28759 Bremen

·    Institut für Berufs- und Sozialpädagogik e.V. (ibs), Altenpflegeschule,
An der Silberpräge 5, 28309 Bremen

·    Private Altenpflegeschule Friedehorst im Berufsförderungswerk Friedehorst-Bremen, Rotdornallee 64, 28717 Bremen

·    Ursula-Kaltenstein-Akademie für Gesundheit und Pflege, Fachschule für Altenpflege, Surfeldstraße 29, 27576 Bremerhaven

·    Wirtschaft- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH, Fachschule für Altenpflege, Dölvestraße 8, 28207 Bremen

·    Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser e.V., St.-Pauli-Deich 25, 28199 Bremen

·    Integratives Bildungszentrum, Ausbildungszentrum für Gesundheits- und Pflegeberufe des Klinikums Bremen-Nord und des Klinikums Bremen-Ost, Züricher Straße 40, 28325 Bremen

·    Klinikum Bremen-Mitte gGmbH, Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe (BZfG), Bereich Ausbildung, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege,
St.-Jürgen-Straße 1, 28177 Bremen

·    Krankenpflegeschule am Klinikum Bremerhaven Reinkenheide, Postbrookstraße 91a, 27574 Bremerhaven

·    AMEOS Institut West Bremerhaven-Geestland, Standort Bremerhaven, Wiener Straße 1, 27568 Bremerhaven

·    Bremer Altenpflegeschule von freigemeinnützigen Einrichtungen e.V.,

St. Pauli-Deich 26, 28199 Bremen

 

<h1>Anerkennungsprüfung</h1>

Für Bewerber*innen mit abgeschlossener Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Heilerziehungspflege und Entbindungspflege, die ihre Erstaus­bildung an einer anderen Schule bzw. vor Inkrafttreten der Kooperation abgelegt haben, erfolgt die Feststellung der Eignung für den Studiengang BA Pflege­wissenschaft – dual über die Anerkennungsprüfung.

Der Nachweis der bestandenen Anerkennungsprüfung ist im Rahmen des Antrages auf Zulassung für Fortgeschrittene des Studiengangs BA Pflegewissenschaft – dual beim Sekretariat für Studierende vorzulegen. Die Anerkennungsprüfung ist daher vor Aufnahme des Studiums abzulegen.

Die Anerkennungsprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Die Eignung ist festgestellt, wenn die schriftliche und die mündliche Prüfung jeweils mindestens mit der Note 3,0 abgeschlossen werden. Zugleich erfolgt über die insgesamt bestandene Anerkennungs­prüfung die Anerkennung der in der Erstausbildung erworbenen Qualifikationen im Umfang von 40 CP auf das Bachelorstudium Pflege­wissenschaft – dual. Das Ergebnis der Anerkennungsprüfung wird Ihnen schriftlich mitgeteilt. Eine bestandene Anerkennungsprüfung behält für das Zulassungsverfahren im Studienjahr der Prüfung und im darauffolgenden Studienjahr ihre Gültigkeit. Die Wiederholung einer insgesamt nicht bestandenen Anerkennungsprüfung ist einmalig und erst im folgenden Studienjahr möglich.

Für die Prüfungsvorbereitung erhalten Sie einen Reader als Orientierungshilfe. Anhand der Ihnen vorliegenden Texte erarbeiten Sie sich vier Themengebiete, auf deren Grundlage dann sowohl die schriftliche als auch die mündliche Prüfung verlaufen. Beide Prüfungen werden von den Hochschullehrenden des Studiengangs abgenommen.

<h2>Schriftliche Prüfung</h2>

Die schriftliche Prüfung findet in Form einer Klausur mit einer Dauer von 120 Minuten statt und wird in der Regel von einer bzw. einem Hochschullehrenden bewertet. Zu Beginn der schriftlichen Prüfung erhalten Sie zwei Klausuren zur Auswahl, deren Aufgaben jeweils auf ein Themenfeld Bezug nehmen.

Die Klausuraufgaben sind umfassend und dienen nicht vorrangig dazu, Fachwissen abzufragen, sondern komplexe Zusammenhänge zu analysieren und diese in systematischer Form darzulegen.

<h2>Mündliche Prüfung</h2>

Nach bestandener schriftlicher Prüfung findet eine mündliche Prüfung mit einer Dauer von ca. 30 Minuten statt. Diese wird in der Regel von einer bzw. einem Hochschullehrenden und einer weiteren Prüferin bzw. einem weiteren Prüfer oder einer Beisitzerin bzw. einem Beisitzer abgenommen.

Der Termin für die mündliche Prüfung ist mit der bzw. dem jeweils prüfenden Hochschullehrenden zu vereinbaren.

Die mündliche Prüfung findet auf Basis der verbleibenden Themengebiete des Readers statt.

Nach erfolgter Anmeldung werden Sie zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Hier werden Sie über Inhaltliches und Organisatorisches Näheres erfahren.

Die Anerkennungsprüfung wird einmal jährlich angeboten. Die Anmeldefrist, die Bewerbungsmodalitäten und den Termin der Informationsveranstaltung entnehmen Sie bitte aktuell der Homepage des Studiengangs (www.fb11.uni-bremen.de).

<h1>Erwartete Interessen und Fähigkeiten</h1>

Da die Pflegewissenschaft im angloamerikanischen Raum am weitesten entwickelt ist, wird häufig mit englischsprachiger Fachliteratur gearbeitet. Gute Sprachkenntnisse sind also von Vorteil.

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Informationen über Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur")
Ausbildungsplatz an einer Kooperationsschule im Land Bremen sowie abgeschlossene Probezeit
Für Personen mit einer abgeschlossenen Pflegeausbildung wird eine Anerkennungsprüfung angeboten.

Nachweis Zugangsvoraussetzung

Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur")
Informationen über Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur") sind im Internet zu finden.

Voraussetzungen für Anfänger/innen

  • Ausbildungsplatz an einer der Kooperationsschulen im Land Bremen (Schulen siehe unter "Forschung" und "Kooperationen") UND
  • bestandene Probezeit 

Sofern die Probezeit zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht beendet wurde, kann der Nachweis über die bestandene Probezeit bis zum 31.03. nachgereicht werden.

Studiengangsspezifische Voraussetzungen für Fortgeschrittene

  • abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Entbindungspflege bzw. Heilerziehungspflege UND
  • Anerkennung der in der Erstausbildung erworbenen Qualifikationen im Umfang von 40 CP

Die Anerkennung kann entweder über einen schriftlicher Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der vier an den kooperierenden Pflegeschulen durchgeführten Module mit Einzelnoten oder durch eine Anerkennungsprüfung erfolgen. 

Zulassung

für höhere Semester

zulassungsfrei


Bewerbung über

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.01. zum Sommersemester

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.07. zum Wintersemester
  • 15.01. zum Sommersemester

Studienbeginn Anfänger

SoSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

WiSe und SoSe

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Studierbar für Schulformen

Berufsbildende Schulen Niedersachsen

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

9 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

9 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 382,67 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung

FORSCHUNG UND LEHRE

Fachgebiete

  • Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt pflegetherapeutische Grundlagen und ihre pflegedidaktische Vermittlung
  • Sozialgerontologie mit den Schwerpunkten Kompetenzerhaltung und Rehabilitation
  • Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

Lehrende

1 Professor und 2 Professorinnen des Faches
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ergänzen das Lehrangebot.

Studierende

117 Studentinnen
17 Studenten

Kooperationen

Kooperationsschulen:

KONTAKT UND BERATUNG

Studentische Interessenvertretung

StugA Pflegewissenschaft StugA Pflegewissenschaft
E-Mail: stuga-pflewi(at)uni-bremen.de

Studienfachberatung

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
E-Mail: wolf-ostermann(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68960
Prof. Dr. Stefan Görres
E-Mail: sgoerres(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68900
Prof .Dr. Ingrid Darmann-Finck
E-Mail: darmann(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68940

Studienzentrum

Britta Schowe
E-Mail: schowe(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68506

Praxisbüro

Beate Heitzhausen
E-Mail: heitzhausen(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68505

Geschäftsstelle des Studiengangs

Nicole Marescaux-Schmitz
E-Mail: nicmar(at)uni-bremen.de

Geschäftsstelle des Fachbereichrates

Jens Glagau
E-Mail: jglagau(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68501

Geschäftsstelle des Prüfungsauschusses

Dominic Platen
E-Mail: zpa-fb11(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-61216
Dominik Waßmann
E-Mail: zpa-fb11(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-61219

Stand der Informationen

28.01.2020
Beschreibung des Faches

BESCHREIBUNG DES FACHES

 

Das Bachelorstudium Pflegewissenschaft – dual mit dem Schwerpunkt Lehre ist sowohl ausbildungsbegleitend als auch für Fortgeschrittene mit abgeschlossener einschlägiger Berufsausbildung möglich.

Gegenstand der Pflegewissenschaft ist das Handlungsfeld „Pflege“. Pflege umfasst das gesamte Versorgungsspektrum (Gesundheitsförderung, Kuration, Rehabilitation, Langzeitpflege, Pflege am Lebensende), bezieht sich auf unterschiedliche Ebenen (Individuum, Familie, Gemeinde, Politik) und ist auf die gesamte Lebensspanne vom Kind bis hin zum hochaltrigen Menschen gerichtet. Neben der Grundlagenforschung ist die angewandte Forschung von hoher Bedeutung. Sie zielt darauf ab, für die Weiterentwicklung der pflegerischen Praxis relevante wissenschaftliche Erkenntnisse zu generieren, zu transferieren und zu implementieren. Der Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft – dual mit dem Schwerpunkt „Lehre“ verbindet eine praxisnahe pflegerische Ausbildung (Gesundheits- und (Kinder) Krankenpflege bzw. Altenpflege) mit einem grundständigen pflegewissenschaftlichen und pflegepädagogischen Studium. Das (pflege-) pädagogische Studium fokussiert die wissenschaftlich fundierte Reflexion und Konzeption von Bildungsangeboten und -prozessen in der Fachrichtung Pflege. Studium und Ausbildung sind inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt. In der ersten Phase erfolgt das Studium ausbildungsbegleitend und startet zeitversetzt zur Berufsausbildung im Sommersemester mit dem Ende der Probezeit. Nach Abschluss der Ausbildung schließt sich in der zweiten Phase ein viersemestriges Vollzeitstudium an. Leistungen aus der Ausbildung werden auf das Studium angerechnet. Der Studiengang bereitet auf die lehrende Tätigkeit an Schulen des Gesundheitswesens und in der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung vor. Es werden Kompetenzen zur teilnehmer*innenzentrierten Planung, Durchführung und Auswertung von pflegebezogenen Bildungsangeboten erworben. Diese können im Masterstudium „Berufspädagogik Pflegewissenschaft“ vertieft werden.

Bewerber*innen mit abgeschlossener Berufsausbildung in den Bereichen Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege, Altenpflege, Ent­bindungs­pflege bzw. Heilerziehungspflege können als Fortgeschrittene für das Studium zugelassen werden (nähere Angaben siehe studien­gangs­spezifische Voraussetzungen sowie Anerkennungsprüfung). Über die aktuellen Entwicklungen können Sie sich auf der Homepage des Studiengangs BA Pflegewissenschaft – dual informieren (www.fb11.uni-bremen.de).

 

 

Berufswege und Weiterqualifizierung

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Mit dem akademischen Abschluss im Studiengang BA Pflegewissenschaft - dual werden die Absolvent*innen zur wissenschaftlichen Begründung und Reflexion pflegerischer Probleme sowie des professionellen Handelns befähigt. Der duale Studiengang zielt gleichermaßen auf wissenschaftliche wie anwendungsorientierte Qualifikationen, wobei diese Doppelqualifikation den Studierenden gute Chancen und flexible Einmündungschancen auf dem Arbeitsmarkt bietet.

Tätigkeitsfeld der Pflegenden ist in erster Linie die Pflege am Bett. Gewissermaßen sind es alte Aufgaben im neuen Gewand, die die Absolvent*innen sich zu Eigen machen. Befähigt zu einer wissenschaftlich fundierten Versorgung übernehmen sie Verantwortung für den Prozess und das Ergebnis der evidenzbasierten Pflege im multiprofessionellen Team.

Innerhalb des Studiengangs BA Pflegewissenschaft - dual entscheiden die Studierenden sich für einen von zwei möglichen Schwerpunkten, deren Wahl Sie vor Beginn der 2. Studienphase (Vollzeitstudium) bzw. vor dem Einstieg als Fortgeschrittene*r treffen. Mit der Schwerpunktsetzung bahnen Sie ein spezifisches Kompetenzprofil an, welches in anschließenden pflegewissenschaftlichen Masterstudienprogrammen der Universität Bremen in Hinblick auf folgende beschriebenen Tätigkeitsfelder zu schärfen ist.

Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise

Absolvent*innen dieses Studienschwerpunktes erlangen Kompetenzen, um im klinischen Bereich tätig zu werden. Die Studierenden werden für die wissensbasierte Pflege von Patienten mit komplexen Pflegebedürfnissen qualifiziert, dazu zählen Aufgaben wie:

  • Pflegediagnostik und Assessment
  • teambezogene Implementierung des Pflegeprozesses
  • wissensbasierte Planung von Interventionen
  • Anleitung, Schulung und Beratung von Patienten, Pflegenden und Angehörigen
  • pflegespezifisches Care- und Case-Management
  • Mitarbeit in Forschungsprojekten der Pflegepraxis
  • Evaluation und Qualitätssicherung im (außer-)klinischen Bereich

    Schwerpunkt Lehre
  • Die Absolvent*innen werden auf die lehrende Tätigkeit in der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung und an Schulen des Gesundheitswesens sowie an staatlichen Berufsschulen vorbereitet. Ihnen wird im Rahmen des Bachelorstudiums zunächst vor allem die Möglichkeit eröffnet, eine Tätigkeit im Bereich der Lernortkooperation zwischen betrieblicher und schulischer Ausbildung aufzunehmen. Das Studium umfasst neben der wissenschaftlichen Fundierung der Pflegepraxis die Vermittlung pflegepädagogischer Kompetenzen und die fachwissenschaftliche Ausbildung im zweiten allgemeinbildenden Unterrichtsfach. Mit den integrativ zu studierenden Fächern Pflegewissenschaft, zweites allgemeinbildendes Unterrichts­fach und Berufliche Bildung/Erziehungswissenschaft erwerben die Studierenden die theoretischen Grundlagen, um berufsbezogene Bildungsprozesse planen, durchführen und evaluieren zu können.

    Während nach dem Pflegeberufereformgesetz (2017) für die Erteilung praktischen Unterrichts an Pflegeschulen ein Bachelorabschluss ausreichend ist, erfordert die Durchführung des theoretischen Unterrichts einen Masterabschluss. Aufbauend auf dem Bachelorabschluss im Schwerpunkt Lehre wird an der Universität Bremen ein zweijähriger Masterstudiengang Berufspädagogik Pflegewissen­schaft angeboten (M. A. Berufspädagogik Pflegewissenschaft).

    In Niedersachsen erfüllt der Masterabschluss grundsätzlich die Einstellungs-voraussetzungen für das eineinhalbjährige Referendariat und ist für den Schuldienst an berufsbildenden Schulen anerkannt. In Abhängigkeit von den Seminarkapazitäten ist die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Niedersachsen möglich. In Bremen ist eine Übernahme ins Referendariat und in öffentliche Berufsschulen für eine geringe Anzahl an Absolvent*innen möglich. Soll die Möglichkeit der Anerkennung in anderen Bundesländern gewahrt werden, sind bestimmte Fächerkombinationen zu beachten (siehe „Liste der möglichen Zweitfächer“).

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Das Studienfach qualifiziert nach dem Abschluss eines entsprechenden Master of Education-Studiengangs und eines Referendariats für folgende Lehrämter:

  • Berufsbildende Schulen Niedersachsen

Informationen zum Lehramt als pdf-Dokument

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines zweijährigen wissenschaftlichen Masterstudiums.

Studieninhalte und Fächerkombinationen

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Der BA Pflegewissenschaft – dual ist auf 9 Semester bzw. 4,5 Studienjahre angelegt. Das Studium umfasst insgesamt 180 Credit Points (CP), dabei ist der Studiengang in zwei Phasen gegliedert:

In Phase 1 erfolgt das Studium ausbildungsbegleitend und setzt zeitversetzt zur Berufsausbildung mit dem Ende der Probezeit im Ausbildungsverhältnis ein. In den verbleibenden 5 Semestern der Phase 1 erbringen die Studierenden Studienleistungen im Umfang von 20 CP an der Universität Bremen und erarbeiten im Rahmen der Berufsfachschulausbildung weitere 40 CP in vier ausgewiesenen Modulen. In der ersten Phase erwerben die Studierenden insgesamt 60 CP. Die erste Phase schließt mit der staatlichen Prüfung in der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege bzw. der Altenpflege sowie dem Erwerb der Berufszulassung ab.

In Phase 2 – nach Abschluss der Ausbildung – schließt sich ein Vollzeit­studium über 4 Semester an, in der 120 CP erworben werden. Diese Phase endet mit der Bachelorarbeit und führt zum akademischen Grad Bachelor of Arts Pflegewissenschaft.

Die 120 CP des Vollzeitstudiums setzten sich wie folgt zusammen:

·    51 CP + 39 CP aus erziehungswissenschaftlichen sowie fachdidaktischen Modulen bzw. General Studies + 30 CP aus dem  integrierten Zweitfach

Das Studium für Fortgeschrittene mit abgeschlossener einschlägiger Berufs­aus­bildung und nach Anerkennung von in der Berufsausbildung erworbenen Qualifikationen (siehe studiengangsspezifische Voraussetzungen) ist auf 5 Semester (Vollzeitstudium) angelegt und umfasst 140 CP.

Studienverlaufsplan

Die Studienverlaufspläne (für Anfänger*innen und Fortgeschrittene) stellen eine Empfehlung für den Ablauf des Studiums dar. Module können von den Studierenden in einer anderen Reihenfolge besucht werden, sofern keine Zulassungsvoraussetzungen erforderlich sind.

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Während der ausbildungsbegleitenden Phase, d. h. in den ersten fünf Semestern, umfassen die Pflichtmodule des universitären Anteils des Bachelorstudiengangs einführende Seminare zur Vermittlung von theoretischen und methodischen Grundlagen.

Im anschließenden Vollzeitstudium, d. h. vom sechsten bis neunten Semester, stehen vertiefende Pflichtmodule im Mittelpunkt, insbesondere zu den Schwerpunkten Intervention, Evaluation und Qualitätssicherung sowie Versorgungssettings. Je nach Schwerpunkt werden diese Themenbereiche um erziehungswissenschaftliche oder methodische Inhalte ergänzt.

Neben den in den Studienverlaufsplänen angeführten Pflichtmodulen gibt es einen Wahlpflichtbereich, in dem die Studierenden im Umfang von weiteren 9 CP im Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise aus dem Pool General Studies bzw. 12 CP im Schwerpunkt Lehre aus den angegebenen berufspädagogischen Wahlpflichtmodulen belegen.

Sowohl im Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise als auch im Schwerpunkt Lehre gibt es eine Reihe von Wahlmodulen, die von den Studierenden nach eigenen Interessenschwerpunkten besucht werden können. Bei diesen so genannten Wahlmodulen können die Studierenden im Unterschied zu Wahlpflichtmodulen zur Notenverbesserung mehr Module belegen als in die Berechnung einbezogen werden. 

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Das Curriculum sieht sowohl eher traditionelle Lehrveranstaltungen als auch Seminare mit hohen Selbstlernanteilen, zum Teil in Verbindung mit einem Projekt, zum Teil mit Praxisbezügen vor.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Die Studierenden wählen innerhalb des Studiums einen der beiden Schwerpunkte Klinische Pflegeexpertise oder Lehre.

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

In den General Studies werden Lehrveranstaltungen zusammengefasst, in denen berufsfeldbezogene Studienanteile und allgemeine Qualifikationen vermittelt werden. Die General Studies gehören nur bei Studiengängen mit einem fachwissenschaftlichen Profil zum Curriculum und umfassen im Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise jeweils 9 CP aus den Pflichtmodulen Wissenschaftliches Arbeiten, 6 CP aus Methoden der empirischen Sozialforschung sowie weiteren 9 CP aus dem Pool General Studies.
Im Schwerpunkt Lehre jeweils 9 CP aus dem Pflichtmodulen Wissenschaftliches Arbeiten sowie jeweils 6 CP aus Methoden der empirischen Sozialforschung und Schulpraktikum.

Die Lehrveranstaltungen in den General Studies dienen der Vermittlung von Studientechniken und allgemeiner Schlüsselqualifikationen sowie der Berufsorientierung. Beispiele für Angebote sind: wissenschaftliches Arbeiten, Recherche, Fremdsprachen, Schreib-, Präsentations- und Moderationstechniken, Projektmanagement, Zeitmanagement, Medienkompetenz bzw. Berufsfelderkunden.

Praktika werden den Studierenden grundsätzlich empfohlen. Obligatorisch ist ein sechswöchiges Praktikum außerhalb der Universität. Je nach Studienschwerpunkt unterscheiden sich Struktur, Inhalte und Ziele der Praktika.

Fachdidaktik

Im Bachelor Pflegewissenschaft - dual mit Schwerpunkt Lehre werden Fachdidaktik und Berufliche Bildung/Erziehungswissenschaft verpflichtend studiert. 

Profilbereich

Das Fach Pflegewissenschaft - dual ist wählbar im fachwissenschaftlichen Profil als Vollfach.
Mit Beginn der 2. Studienphase entscheiden die Studierenden sich entweder für den Schwerpunkt Klinische Pflegeexpertise/Pflegewissenschaft oder den Schwerpunkt Lehre. Fortgeschrittene treffen diese Entscheidung zu Beginn des Studiums.

Praktikum

Im Rahmen des Studiums wird ein ca. sechswöchiges Praktikum absolviert.

Im Praktikum sollen die Studierenden Arbeitssituationen und Arbeitsanforderungen in einem einschlägigen beruflichen Tätigkeitsfeld innerhalb oder außerhalb der Universität näher kennen lernen. Sie sollen dabei lernen, die jeweils tätigkeitsspezifisch anfallenden Probleme und Aufgaben auf der Basis ihrer bisher erworbenen Qualifikationen zu definieren und zu analysieren sowie Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und zu realisieren.

Das Praktikum ist ein eigenständiges Modul, das einen Beitrag zum Praxisbezug des Studiums leistet. Es wird je nach Wahl des Schwerpunktes in Einrichtungen des Gesundheitswesens bzw. in berufsbildenden Schulen, schulischen oder nichtschulischen Einrichtungen des Berufsbildungs- und Weiterbildungswesens durchgeführt. Um die Praktikumserfahrungen sinnvoll zu nutzen, besuchen die Studierenden zur Vor- und Nachbereitung ein Seminar.

Im Projektmodul des Schwerpunktes Klinische Pflegeexpertise sollen die Studierenden ein breites Wissen bezüglich der Aufgabenprofile von akademisch qualifizierende Pflegekräften sowie der Zusammenarbeit mit anderen Pflegenden und Berufsgruppen erwerben sowie praxisnahe Fragestellungen für das Studium entwickeln.

Im Modul Schulpraktikum des Schwerpunktes Lehre sollen die Studierenden sich selbst in für die die berufliche Bildung verantwortlichen Situationen und im Umfang mit Teilnehmer*innen sowie Institutionen der beruflichen Bildung erfahren sowie in einem Prozess forschenden Lernens eine erfahrungsgeleitete Sicht auf theoretische Diskussionen der beruflichen Bildung und umgekehrt eine reflektierte Sicht auf Formen und Vielfältigkeit der Praxis der beruflichen Bildung entwickeln.

Fremdsprachenkenntnisse

Da Pflegewissenschaft im angloamerikanischen Raum den fortgeschrittensten Forschungsstand repräsentiert, wird häufig englischsprachige Literatur erarbeitet. Gute Sprachkenntnisse sind erwünscht.

Auslandssemester

Die Internationalisierung des Studiengangs wird durch die Anerkennung internationaler Studien- wie Modulabschlüsse und die Möglichkeit eines oder mehrerer Auslandssemester oder eines Praktikums im Ausland angestrebt.

Prüfungen und Prüfungsformen

Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab und die Ergebnisse dieser Modulprüfungen gehen in die Abschlussnote ein. Es gibt verschiedene, in der Prüfungsordnung vorgesehene Prüfungsformen; die jeweiligen Prüfungsmodalitäten werden zu Beginn eines Semesters in jedem Modul festgelegt.

Mögliche Prüfungsformen: Klausuren, Projektarbeiten, Hausarbeiten, Praktikumsberichte, mündliche Prüfungen, Referat mit oder ohne schriftliche Ausarbeitung, Präsentationen, Fachbeiträge, Kolloquien.

Besonderheiten Studium / Sonstige

Das Fach Pflegewissenschaft - dual ist wählbar im fachwissenschaftlichen Profil als Vollfach.

Die Immatrikulation im Vollfach-Bachelor erfolgt ausschließlich im Fach Pflegewissenschaft - dual; Inhalte anderer Fächer sind ins Curriculum des Vollfaches integriert.

Bewerbung und Zulassung

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

 

 

Formale Voraussetzung ist ein Zeugnis über die allgemeine oder fach­gebundene Hochschulreife (z.B. Abitur). Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur") sind im Internet beschrieben unter www.uni-bremen.de/StudierenohneAbi

Pflegewissenschaft – dual ist ein zulassungsfreies Studienfach. Es gibt genügend Studienplätze – wer fristgerecht einen Antrag einreicht, erhält einen Studienplatz und wird direkt eingeschrieben.

Sie haben die Möglichkeit, mehrere Anträge auf einen Studienplatz an die Universität zu richten.

<h2>Studiengangsspezifische Voraussetzungen:</h2>

·      Ausbildungsplatz an einer der Kooperationsschulen im Land Bremen

·      Bestandene Probezeit (Sofern die Probezeit zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht beendet wurde, kann der Nachweis über die bestandene Probezeit bis zum 31.03. nachgereicht werden.)

<h2>Studiengangsspezifische Voraussetzungen für Fortgeschrittene (mit abgeschlossener Berufausbildung):</h2>

·      Abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Entbindungspflege, Heilerziehungspflege

·      Anerkennung der in der Erstausbildung erworbenen Qualifikationen im Umfang von 40 CP entweder über:

-  den schriftlichen Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der vier an den kooperierenden Pflegeschulen durchgeführten Module mit Einzelnoten

oder

-  der Anerkennungsprüfung (Der Nachweis über die bestandene Anerkennungsprüfung kann bis zum 15.03. nachgereicht werden.)

<h2>Mit der Universität Bremen kooperierende Berufsfachschulen sind:</h2>

 

·    Bremer Heimstiftung, Schule für Altenpflege Mitte, Fedelhören 78, 28203 Bremen und Schule für Altenpflege Nord, Billungstraße 21, 28759 Bremen

·    Institut für Berufs- und Sozialpädagogik e.V. (ibs), Altenpflegeschule,
An der Silberpräge 5, 28309 Bremen

·    Private Altenpflegeschule Friedehorst im Berufsförderungswerk Friedehorst-Bremen, Rotdornallee 64, 28717 Bremen

·    Ursula-Kaltenstein-Akademie für Gesundheit und Pflege, Fachschule für Altenpflege, Surfeldstraße 29, 27576 Bremerhaven

·    Wirtschaft- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH, Fachschule für Altenpflege, Dölvestraße 8, 28207 Bremen

·    Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser e.V., St.-Pauli-Deich 25, 28199 Bremen

·    Integratives Bildungszentrum, Ausbildungszentrum für Gesundheits- und Pflegeberufe des Klinikums Bremen-Nord und des Klinikums Bremen-Ost, Züricher Straße 40, 28325 Bremen

·    Klinikum Bremen-Mitte gGmbH, Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe (BZfG), Bereich Ausbildung, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege,
St.-Jürgen-Straße 1, 28177 Bremen

·    Krankenpflegeschule am Klinikum Bremerhaven Reinkenheide, Postbrookstraße 91a, 27574 Bremerhaven

·    AMEOS Institut West Bremerhaven-Geestland, Standort Bremerhaven, Wiener Straße 1, 27568 Bremerhaven

·    Bremer Altenpflegeschule von freigemeinnützigen Einrichtungen e.V.,

St. Pauli-Deich 26, 28199 Bremen

 

<h1>Anerkennungsprüfung</h1>

Für Bewerber*innen mit abgeschlossener Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Heilerziehungspflege und Entbindungspflege, die ihre Erstaus­bildung an einer anderen Schule bzw. vor Inkrafttreten der Kooperation abgelegt haben, erfolgt die Feststellung der Eignung für den Studiengang BA Pflege­wissenschaft – dual über die Anerkennungsprüfung.

Der Nachweis der bestandenen Anerkennungsprüfung ist im Rahmen des Antrages auf Zulassung für Fortgeschrittene des Studiengangs BA Pflegewissenschaft – dual beim Sekretariat für Studierende vorzulegen. Die Anerkennungsprüfung ist daher vor Aufnahme des Studiums abzulegen.

Die Anerkennungsprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Die Eignung ist festgestellt, wenn die schriftliche und die mündliche Prüfung jeweils mindestens mit der Note 3,0 abgeschlossen werden. Zugleich erfolgt über die insgesamt bestandene Anerkennungs­prüfung die Anerkennung der in der Erstausbildung erworbenen Qualifikationen im Umfang von 40 CP auf das Bachelorstudium Pflege­wissenschaft – dual. Das Ergebnis der Anerkennungsprüfung wird Ihnen schriftlich mitgeteilt. Eine bestandene Anerkennungsprüfung behält für das Zulassungsverfahren im Studienjahr der Prüfung und im darauffolgenden Studienjahr ihre Gültigkeit. Die Wiederholung einer insgesamt nicht bestandenen Anerkennungsprüfung ist einmalig und erst im folgenden Studienjahr möglich.

Für die Prüfungsvorbereitung erhalten Sie einen Reader als Orientierungshilfe. Anhand der Ihnen vorliegenden Texte erarbeiten Sie sich vier Themengebiete, auf deren Grundlage dann sowohl die schriftliche als auch die mündliche Prüfung verlaufen. Beide Prüfungen werden von den Hochschullehrenden des Studiengangs abgenommen.

<h2>Schriftliche Prüfung</h2>

Die schriftliche Prüfung findet in Form einer Klausur mit einer Dauer von 120 Minuten statt und wird in der Regel von einer bzw. einem Hochschullehrenden bewertet. Zu Beginn der schriftlichen Prüfung erhalten Sie zwei Klausuren zur Auswahl, deren Aufgaben jeweils auf ein Themenfeld Bezug nehmen.

Die Klausuraufgaben sind umfassend und dienen nicht vorrangig dazu, Fachwissen abzufragen, sondern komplexe Zusammenhänge zu analysieren und diese in systematischer Form darzulegen.

<h2>Mündliche Prüfung</h2>

Nach bestandener schriftlicher Prüfung findet eine mündliche Prüfung mit einer Dauer von ca. 30 Minuten statt. Diese wird in der Regel von einer bzw. einem Hochschullehrenden und einer weiteren Prüferin bzw. einem weiteren Prüfer oder einer Beisitzerin bzw. einem Beisitzer abgenommen.

Der Termin für die mündliche Prüfung ist mit der bzw. dem jeweils prüfenden Hochschullehrenden zu vereinbaren.

Die mündliche Prüfung findet auf Basis der verbleibenden Themengebiete des Readers statt.

Nach erfolgter Anmeldung werden Sie zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Hier werden Sie über Inhaltliches und Organisatorisches Näheres erfahren.

Die Anerkennungsprüfung wird einmal jährlich angeboten. Die Anmeldefrist, die Bewerbungsmodalitäten und den Termin der Informationsveranstaltung entnehmen Sie bitte aktuell der Homepage des Studiengangs (www.fb11.uni-bremen.de).

<h1>Erwartete Interessen und Fähigkeiten</h1>

Da die Pflegewissenschaft im angloamerikanischen Raum am weitesten entwickelt ist, wird häufig mit englischsprachiger Fachliteratur gearbeitet. Gute Sprachkenntnisse sind also von Vorteil.

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Informationen über Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur")
Ausbildungsplatz an einer Kooperationsschule im Land Bremen sowie abgeschlossene Probezeit
Für Personen mit einer abgeschlossenen Pflegeausbildung wird eine Anerkennungsprüfung angeboten.

Nachweis Zugangsvoraussetzung

Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur")
Informationen über Zugangswege für beruflich Qualifizierte (Stichwort "Studium ohne Abitur") sind im Internet zu finden.

Voraussetzungen für Anfänger/innen

  • Ausbildungsplatz an einer der Kooperationsschulen im Land Bremen (Schulen siehe unter "Forschung" und "Kooperationen") UND
  • bestandene Probezeit 

Sofern die Probezeit zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht beendet wurde, kann der Nachweis über die bestandene Probezeit bis zum 31.03. nachgereicht werden.

Studiengangsspezifische Voraussetzungen für Fortgeschrittene

  • abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Entbindungspflege bzw. Heilerziehungspflege UND
  • Anerkennung der in der Erstausbildung erworbenen Qualifikationen im Umfang von 40 CP

Die Anerkennung kann entweder über einen schriftlicher Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der vier an den kooperierenden Pflegeschulen durchgeführten Module mit Einzelnoten oder durch eine Anerkennungsprüfung erfolgen. 

Zulassung

für höhere Semester

zulassungsfrei


Bewerbung über

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.01. zum Sommersemester

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.07. zum Wintersemester
  • 15.01. zum Sommersemester

Studienbeginn Anfänger

SoSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

WiSe und SoSe
Formalia

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Studierbar für Schulformen

Berufsbildende Schulen Niedersachsen

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

9 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

9 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 382,67 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung
Forschung und Lehre

FORSCHUNG UND LEHRE

Fachgebiete

  • Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt pflegetherapeutische Grundlagen und ihre pflegedidaktische Vermittlung
  • Sozialgerontologie mit den Schwerpunkten Kompetenzerhaltung und Rehabilitation
  • Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung

Lehrende

1 Professor und 2 Professorinnen des Faches
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ergänzen das Lehrangebot.

Studierende

117 Studentinnen
17 Studenten

Kooperationen

Kooperationsschulen:

Kontakt und Beratung

KONTAKT UND BERATUNG

Studentische Interessenvertretung

StugA Pflegewissenschaft StugA Pflegewissenschaft
E-Mail: stuga-pflewi(at)uni-bremen.de

Studienfachberatung

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
E-Mail: wolf-ostermann(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68960
Prof. Dr. Stefan Görres
E-Mail: sgoerres(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68900
Prof .Dr. Ingrid Darmann-Finck
E-Mail: darmann(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68940

Studienzentrum

Britta Schowe
E-Mail: schowe(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68506

Praxisbüro

Beate Heitzhausen
E-Mail: heitzhausen(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68505

Geschäftsstelle des Studiengangs

Nicole Marescaux-Schmitz
E-Mail: nicmar(at)uni-bremen.de

Geschäftsstelle des Fachbereichrates

Jens Glagau
E-Mail: jglagau(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-68501

Geschäftsstelle des Prüfungsauschusses

Dominic Platen
E-Mail: zpa-fb11(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-61216
Dominik Waßmann
E-Mail: zpa-fb11(at)uni-bremen.de
Telefon: +49-421-218-61219

Stand der Informationen

28.01.2020