Zahlen, Technik & Produktion

Technomathematik

Bachelor

Schaltschrank mit bunten Kabeln © ryasick / fotolia.com

Steckbrief

Unser Alltag mit den vielen hochtechnisierten Apparaten und Verfahren (man denke nur an Weltraumsatelliten, Flugzeuge wie den neuen Airbus380, Massenspektroskopie, die Computertomographie beim Facharzt oder bei der Werkstoffprüfung, um nur einige zu nennen) sähe ohne Mathematik ganz anders aus. Ohne den Einsatz mathematischer Methoden und ohne die Mitarbeit von Mathematikern wäre ihre Entwicklung überhaupt nicht möglich gewesen.
Häufig steht ein Mathematiker oder eine Mathematikerin im Mittelpunkt des Prozesses zur Entwicklung eines neuen Produ... mehr » mehr »


Eckdaten

Titel/Abschluss

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Unterrichtssprache

Deutsch

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

mehr Informationen unter Bewerbung und Zulassung

Zulassung für Erstsemester

Zulassung für höhere Semester

zum Wintersemester und zum Sommersemester

 

Bewerbung bis zum

15.01. bzw. 15.07.

BESCHREIBUNG DES FACHES

Unser Alltag mit den vielen hochtechnisierten Apparaten und Verfahren (man denke nur an Weltraumsatelliten, Flugzeuge wie den neuen Airbus380, Massenspektroskopie, die Computertomographie beim Facharzt oder bei der Werkstoffprüfung, um nur einige zu nennen) sähe ohne Mathematik ganz anders aus. Ohne den Einsatz mathematischer Methoden und ohne die Mitarbeit von Mathematikern wäre ihre Entwicklung überhaupt nicht möglich gewesen.
Häufig steht ein Mathematiker oder eine Mathematikerin im Mittelpunkt des Prozesses zur Entwicklung eines neuen Produktes: sie oder er ist es nämlich, der zumindest allgemeine Kenntnisse zu den meisten Aspekten des Entwicklungsprozesses einbringen kann, wobei die Modellierung und die dafür benötigten mathematischen Kenntnisse und Fertigkeiten den Kern des Prozesses bilden. Neben sinnvoller Nutzung der Mathematik muss sie (oder er) sich auch schnell in die technischen Hintergründe hineinversetzen und effizient mit dem Computer umgehen können.

Interdisziplinarität und Anwendungsbezug sind deshalb die Kennzeichen des Technomathematikstudiums: Es verbindet eine praxisorientierte Mathematikausbildung, bei der die mathematische Modellierung technisch-naturwissenschaftlicher Probleme im Mittelpunkt steht, mit einer Ausbildung in einem technischen Anwendungsfach. Hier lernen die Studierenden Grundlagen und Ziele, Sprache und Denkweisen eines Faches kennen, das sich stark auf Anwendungen der Mathematik stützt. Als zweites Anwendungsfach kommt Informatik hinzu, weil der effektive Umgang mit Computern und Software zusammen mit dem dafür notwendigen Hintergrundwissen essenziell für das Studium und die spätere Berufspraxis ist. Neben der Grundausbildung werden im zweiten und dritten Studienjahr bereits erste konkrete Erfahrungen in der Bearbeitung technischer Probleme durch mathematische Modellierung und numerische Simulation gesammelt.
Im Bachelorstudiengang werden die wesentlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Technomathematikstudium gelegt, die dann im anschließenden Masterstudiengang vertieft werden können. Der M.Sc. Technomathematik wird an der Universität Bremen seit dem Wintersemester 2011/2012 angeboten.

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Technomathematiker arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, insbesondere in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie, in der Software-Entwicklung oder als Berater für Informationstechnologien und Datenverarbeitung; sie sind aber wie Mathematiker auch in diversen anderen Bereichen zu finden.
Die Ausbildung in Technomathematik kommt den Anforderungen der Berufspraxis und den Ansprüchen der Unternehmen sehr entgegen: Sie ist vor allem interdisziplinär und praxisbezogen, zudem werden Kompetenzen wie konzeptionell-analytisches Denken, Kommunikationsvermögen, Teamfähigkeit, Kreativität und Hartnäckigkeit ausgeprägt. Deshalb sind die Berufsaussichten für Technomathematiker sehr gut. Wie sich der Arbeitsmarkt für Bachelorabsolventen entwickeln wird, lässt sich derzeit allerdings noch nicht abschätzen.

In der Regel folgt auf das Bachelorstudium das Masterstudium Technomathematik, das konsekutiv auf dem Bachelorstudium aufbaut. Ebenso ist der Übergang in das Masterstudium Mathematik oder die Aufnahme eines interdisziplinären Masterstudiums, in dem mathematische Methoden eine Rolle spielen, nach dem Bachelorstudium Technomathematik ohne Weiteres möglich. Alternativ kann mit dem Bachelorabschluss der Berufseinstieg erfolgen.

Weitergehend ist dann ein Masterabschluss Technomathematik nicht nur ein möglicher Startpunkt für eine Karriere in den oben genannten Berufsfeldern. Durch die Forschungsorientierung ist das Studium ebenso eine Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Laufbahn: Bei guten und sehr guten Noten kann sich an den M.Sc. Technomathematik nahtlos eine Promotion in angewandter Mathematik oder in den Natur- bzw. Ingenieurwissenschaften anschließen.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines zweijährigen wissenschaftlichen Masterstudiums.

Um die Lehrbefähigung für öffentliche Schulen zu erreichen folgt ein Aufbaustudium mit dem Abschluss "Master of Education" (M.Ed) und ein 18-monatiges Referendariat, das mit dem zweiten Staatsexamen abschließt.

Studienbegleitendes Zusatzangebot
Das Zertifikatsstudium Grundlagen Digitaler Medien in pädagogischen Kontexten, ist ein studienbegleitendes Zusatzangebot im Rahmen von Studien mit pädagogischer Ausrichtung.

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Im Studium der Technomathematik lernen die Studierenden, wie komplexe Probleme aus Technik, Industrie, Ingenieur- und Naturwissenschaften mittels mathematischer Methoden bearbeitet und gelöst werden können.
Im Bachelorstudiengang Technomathematik werden die Grundlagen gelegt, um in der späteren Praxis erfolgreich arbeiten zu können. Essenziell sind dabei neben den fachlichen Qualifikationen die Fähigkeiten, mit Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen kooperieren und kommunizieren zu können.
Über die allgemeine Befähigung zu einer wissenschaftlichen Arbeitsweise, zum konzeptionell-analytisch-logischen Denken und Argumentieren und über die Ausprägung vielfältiger Kommunikationsfähigkeiten hinaus basiert die Ausbildung im B.Sc. Technomathematik auf den folgenden drei Schwerpunkten, wie es dem deutschlandweit gültigen Konzept der Technomathematik entspricht:

  • Fundierte mathematische Fachkenntnisse speziell in den Bereichen mathematische Modellierung, Numerik, Optimierung und Wissenschaftliches Rechnen.

  • Entwicklung von und effektiver Umgang mit Computern und Software, dazu dient u.a. das Studium der Praktischen Informatik.

  • Enge Verknüpfung mit einem technischen Anwendungsfach, Erwerb weiter gehender Fach- und Methodenkenntnisse aus dieser Disziplin.

Studienverlaufsplan

Das Bachelorstudium umfasst sechs Semester (d.h. drei Jahre) und wird durch die Einteilung in Module strukturiert. Für jedes erfolgreich absolvierte Modul werden so genannte Credit Points (CP) vergeben, die die jeweiligen Stundenbelastungen der Studierenden bemessen und die Gewichtung der Resultate eines Moduls für die Abschlussnote des Bachelorstudiums festlegen. Insgesamt umfasst das Studium 180 CP.
Im ersten Studienjahr erfolgt die Ausbildung in den mathematischen Grunddisziplinen Analysis und Lineare Algebra (zwei zweisemestrige Module mit je 21 CP). Anschließend wird die Grundausbildung mit weiteren Modulen zur Analysis und zur Numerik abgerundet. Die hier erworbenen Kenntnisse werden dann im Rahmen des Proseminars, des Modellierungspraktikums sowie einer ersten Spezialiserungsveranstaltung (nach eigener Wahl) eingesetzt. Parallel zur Mathematik werden im ersten Jahr zwei Informatik-Module studiert, im zweiten und dritten Jahr erfolgt die Grundausbildung im gewählten technischen Anwendungsfach. Zusätzlich werden Veranstaltungen im General-Studies-Bereich absolviert. Im sechsten Semester wird das Studium mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen.

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Entsprechend dem Technomathematikkonzept mit den drei Schwerpunkten Mathematik / technisches Fach / Informatik, wählt jeder Studierende ein technisches Anwendungsfach, das ab dem 3. Semester parallel zur Mathematik studiert wird (im Gesamtumfang von 30 CP). Zur Wahl stehen dafür: Elektrotechnik, Produktionstechnik, Physik und - als Bremer Spezialität - Geowissenschaften. Als zweites Anwendungsfach kommt für alle Praktische Informatik hinzu, hier werden bereits im 1. und 2. Semester zwei Module belegt.

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Typisch sind Vorlesungen mit begleitenden Übungen, dazu kommen Proseminar inkl. Präsentationstechniken, Computerpraktikum und Modellierungspraktikum sowie die Bachelorarbeit. Im technischen Anwendungsfach finden neben Vorlesungen und Übungen ggf. Laborpraktika statt.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Schwerpunkte sind mathematische Modellierung, Analysis und Numerik. Erste individuelle Schwerpunkte werden durch das Wahlfach im 5. Semester und die Bachelorarbeit gesetzt, eine tiefer gehende Spezialisierung erfolgt erst im anschließenden Masterstudium.

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

Teilweise in Verbindung mit fachwissenschaftlichen Veranstaltungen, teilweise in speziellen Modulen können die Studierenden Fähigkeiten und Kenntnisse zu folgenden Aspekten erwerben:

  • Präsentations- und Vortragstechniken,

  • Projektentwicklung,

  • Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens,

  • industrierelevante Software-Werkzeuge,

  • Wissenschafts- und Mathematikhistorie,

  • Berufsfelder und Berufspraxis.

Praktikum

Ein Computerpraktikum, die Bearbeitung kleinerer Projekte im Modellierungspraktikum sowie ggf. Laborpraktika im technischen Fach sind Pflicht. Betriebspraktika sind nicht obligatorisch, können aber auf freiwilliger Basis absolviert werden und im Umfang von 6 CP angerechnet werden (Näheres regelt die Praktikumsordnung). Unabhängig davon sammeln viele Studierende praktische Erfahrungen, indem sie als studentische Hilfskraft in Anwendungsprojekten des Zentrums für Technomathematik mitarbeiten.

Fremdsprachenkenntnisse

Für das Studium der Fachliteratur sind Kenntnisse des Englischen unerlässlich. Die erforderliche Sprachkompetenz, wie sie etwa im Rahmen eines Englisch-Grundkurses zum Abitur erworben werden kann, sollte spätestens zu Beginn des dritten Semesters vorhanden sein.

Auslandssemester

Ein Auslandsaufenthalt bietet sich nach dem vierten und vor dem Abschlusssemester an, u.U. kann auch die Abschlussarbeit in Kooperation mit einer ausländischen Universität angefertigt werden, wenn die Betreuung durch einen Bremer Hochschullehrer sichergestellt ist. Der Fachbereich Mathematik verfügt über eine Reihe von Erasmus-Partnerschaften, über die Auslandssemester organisiert werden können, darüber hinaus haben die Hochschullehrer zahlreiche Auslandskontakte, die als Ausgangspunkt dienen können.

Prüfungen und Prüfungsformen

Das Studium ist in Module eingeteilt, zu denen veranstaltungsbegleitend Prüfungen absolviert werden. In der Mathematik werden diese überwiegend als mündliche Prüfungen durchgeführt, zum Teil auch in Klausurform. Zur Reduktion des Prüfungsaufwands werden im ersten Jahr große Module (21 CP) gebildet. Essenzieller Bestandteil des Studiums ist die erfolgreiche Bearbeitung von Übungsaufgaben zu den Vorlesungen, die als Studienleistungen dienen.

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Seit 2013 erfolgt die Studienplatzvergabe an der Universität Bremen über das bundesweit organisierte Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV). Wie alle Bremer Studiengänge ist der B.Sc. Technomathematik deshalb formal zulässungsbeschränkt, allerdings mit einer sehr hohen Zulassungsbegrenzung. Diese wird erfahrungsgemäß nicht ausgeschöpft, sodass praktisch jeder Bewerber mit einer Zulassung rechnen kann.

Ein erfolgreiches Studium der Technomathematik setzt die Fähigkeit zum abstrakten Denken und Interesse für technische und naturwissenschaftliche Probleme voraus. Die Arbeit mit dem Computer wird in Studium und Beruf selbstverständlich sein. Konkrete fachliche Vorkenntnisse sind hilfreich, werden aber nicht vorausgesetzt.

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Zulassung

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.07.

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.01. zum Sommersemester
  • 15.07. zum Wintersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

SoSe und WiSe

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

6 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 321,42 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung

FORSCHUNG UND LEHRE

Lehrende

20 Professoren im Fach Mathematik 

Studierende

2147483647 Studentinnen
2147483647 Studenten

Kooperationen

Das Zentrum für Technomathematik arbeitet mit vielen Unternehmen, Instituten und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Branchen, Fachgebieten und Ländern erfolgreich zusammen. Diese Kontakte werden auf vielfache Art und Weise auch für den Studiengang Technomathematik genutzt.

KONTAKT UND BERATUNG

Studienfachberatung

Dr. Ronald Stöver
Gebäude: MZH
E-Mail: stoever(at)math.uni-bremen.de
Telefon: 218-63803

Praxisbüro

Dr. Matthias Knauer
Gebäude: MZH
E-Mail: knauer(at)math.uni-bremen.de
Telefon: 218-63863

Stand der Informationen

20.07.2017
Beschreibung des Faches

BESCHREIBUNG DES FACHES

Unser Alltag mit den vielen hochtechnisierten Apparaten und Verfahren (man denke nur an Weltraumsatelliten, Flugzeuge wie den neuen Airbus380, Massenspektroskopie, die Computertomographie beim Facharzt oder bei der Werkstoffprüfung, um nur einige zu nennen) sähe ohne Mathematik ganz anders aus. Ohne den Einsatz mathematischer Methoden und ohne die Mitarbeit von Mathematikern wäre ihre Entwicklung überhaupt nicht möglich gewesen.
Häufig steht ein Mathematiker oder eine Mathematikerin im Mittelpunkt des Prozesses zur Entwicklung eines neuen Produktes: sie oder er ist es nämlich, der zumindest allgemeine Kenntnisse zu den meisten Aspekten des Entwicklungsprozesses einbringen kann, wobei die Modellierung und die dafür benötigten mathematischen Kenntnisse und Fertigkeiten den Kern des Prozesses bilden. Neben sinnvoller Nutzung der Mathematik muss sie (oder er) sich auch schnell in die technischen Hintergründe hineinversetzen und effizient mit dem Computer umgehen können.

Interdisziplinarität und Anwendungsbezug sind deshalb die Kennzeichen des Technomathematikstudiums: Es verbindet eine praxisorientierte Mathematikausbildung, bei der die mathematische Modellierung technisch-naturwissenschaftlicher Probleme im Mittelpunkt steht, mit einer Ausbildung in einem technischen Anwendungsfach. Hier lernen die Studierenden Grundlagen und Ziele, Sprache und Denkweisen eines Faches kennen, das sich stark auf Anwendungen der Mathematik stützt. Als zweites Anwendungsfach kommt Informatik hinzu, weil der effektive Umgang mit Computern und Software zusammen mit dem dafür notwendigen Hintergrundwissen essenziell für das Studium und die spätere Berufspraxis ist. Neben der Grundausbildung werden im zweiten und dritten Studienjahr bereits erste konkrete Erfahrungen in der Bearbeitung technischer Probleme durch mathematische Modellierung und numerische Simulation gesammelt.
Im Bachelorstudiengang werden die wesentlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Technomathematikstudium gelegt, die dann im anschließenden Masterstudiengang vertieft werden können. Der M.Sc. Technomathematik wird an der Universität Bremen seit dem Wintersemester 2011/2012 angeboten.

Berufswege und Weiterqualifizierung

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Technomathematiker arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, insbesondere in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie, in der Software-Entwicklung oder als Berater für Informationstechnologien und Datenverarbeitung; sie sind aber wie Mathematiker auch in diversen anderen Bereichen zu finden.
Die Ausbildung in Technomathematik kommt den Anforderungen der Berufspraxis und den Ansprüchen der Unternehmen sehr entgegen: Sie ist vor allem interdisziplinär und praxisbezogen, zudem werden Kompetenzen wie konzeptionell-analytisches Denken, Kommunikationsvermögen, Teamfähigkeit, Kreativität und Hartnäckigkeit ausgeprägt. Deshalb sind die Berufsaussichten für Technomathematiker sehr gut. Wie sich der Arbeitsmarkt für Bachelorabsolventen entwickeln wird, lässt sich derzeit allerdings noch nicht abschätzen.

In der Regel folgt auf das Bachelorstudium das Masterstudium Technomathematik, das konsekutiv auf dem Bachelorstudium aufbaut. Ebenso ist der Übergang in das Masterstudium Mathematik oder die Aufnahme eines interdisziplinären Masterstudiums, in dem mathematische Methoden eine Rolle spielen, nach dem Bachelorstudium Technomathematik ohne Weiteres möglich. Alternativ kann mit dem Bachelorabschluss der Berufseinstieg erfolgen.

Weitergehend ist dann ein Masterabschluss Technomathematik nicht nur ein möglicher Startpunkt für eine Karriere in den oben genannten Berufsfeldern. Durch die Forschungsorientierung ist das Studium ebenso eine Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Laufbahn: Bei guten und sehr guten Noten kann sich an den M.Sc. Technomathematik nahtlos eine Promotion in angewandter Mathematik oder in den Natur- bzw. Ingenieurwissenschaften anschließen.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines zweijährigen wissenschaftlichen Masterstudiums.

Um die Lehrbefähigung für öffentliche Schulen zu erreichen folgt ein Aufbaustudium mit dem Abschluss "Master of Education" (M.Ed) und ein 18-monatiges Referendariat, das mit dem zweiten Staatsexamen abschließt.

Studienbegleitendes Zusatzangebot
Das Zertifikatsstudium Grundlagen Digitaler Medien in pädagogischen Kontexten, ist ein studienbegleitendes Zusatzangebot im Rahmen von Studien mit pädagogischer Ausrichtung.

Studieninhalte und Fächerkombinationen

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Im Studium der Technomathematik lernen die Studierenden, wie komplexe Probleme aus Technik, Industrie, Ingenieur- und Naturwissenschaften mittels mathematischer Methoden bearbeitet und gelöst werden können.
Im Bachelorstudiengang Technomathematik werden die Grundlagen gelegt, um in der späteren Praxis erfolgreich arbeiten zu können. Essenziell sind dabei neben den fachlichen Qualifikationen die Fähigkeiten, mit Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen kooperieren und kommunizieren zu können.
Über die allgemeine Befähigung zu einer wissenschaftlichen Arbeitsweise, zum konzeptionell-analytisch-logischen Denken und Argumentieren und über die Ausprägung vielfältiger Kommunikationsfähigkeiten hinaus basiert die Ausbildung im B.Sc. Technomathematik auf den folgenden drei Schwerpunkten, wie es dem deutschlandweit gültigen Konzept der Technomathematik entspricht:

  • Fundierte mathematische Fachkenntnisse speziell in den Bereichen mathematische Modellierung, Numerik, Optimierung und Wissenschaftliches Rechnen.

  • Entwicklung von und effektiver Umgang mit Computern und Software, dazu dient u.a. das Studium der Praktischen Informatik.

  • Enge Verknüpfung mit einem technischen Anwendungsfach, Erwerb weiter gehender Fach- und Methodenkenntnisse aus dieser Disziplin.

Studienverlaufsplan

Das Bachelorstudium umfasst sechs Semester (d.h. drei Jahre) und wird durch die Einteilung in Module strukturiert. Für jedes erfolgreich absolvierte Modul werden so genannte Credit Points (CP) vergeben, die die jeweiligen Stundenbelastungen der Studierenden bemessen und die Gewichtung der Resultate eines Moduls für die Abschlussnote des Bachelorstudiums festlegen. Insgesamt umfasst das Studium 180 CP.
Im ersten Studienjahr erfolgt die Ausbildung in den mathematischen Grunddisziplinen Analysis und Lineare Algebra (zwei zweisemestrige Module mit je 21 CP). Anschließend wird die Grundausbildung mit weiteren Modulen zur Analysis und zur Numerik abgerundet. Die hier erworbenen Kenntnisse werden dann im Rahmen des Proseminars, des Modellierungspraktikums sowie einer ersten Spezialiserungsveranstaltung (nach eigener Wahl) eingesetzt. Parallel zur Mathematik werden im ersten Jahr zwei Informatik-Module studiert, im zweiten und dritten Jahr erfolgt die Grundausbildung im gewählten technischen Anwendungsfach. Zusätzlich werden Veranstaltungen im General-Studies-Bereich absolviert. Im sechsten Semester wird das Studium mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen.

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Entsprechend dem Technomathematikkonzept mit den drei Schwerpunkten Mathematik / technisches Fach / Informatik, wählt jeder Studierende ein technisches Anwendungsfach, das ab dem 3. Semester parallel zur Mathematik studiert wird (im Gesamtumfang von 30 CP). Zur Wahl stehen dafür: Elektrotechnik, Produktionstechnik, Physik und - als Bremer Spezialität - Geowissenschaften. Als zweites Anwendungsfach kommt für alle Praktische Informatik hinzu, hier werden bereits im 1. und 2. Semester zwei Module belegt.

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Typisch sind Vorlesungen mit begleitenden Übungen, dazu kommen Proseminar inkl. Präsentationstechniken, Computerpraktikum und Modellierungspraktikum sowie die Bachelorarbeit. Im technischen Anwendungsfach finden neben Vorlesungen und Übungen ggf. Laborpraktika statt.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Schwerpunkte sind mathematische Modellierung, Analysis und Numerik. Erste individuelle Schwerpunkte werden durch das Wahlfach im 5. Semester und die Bachelorarbeit gesetzt, eine tiefer gehende Spezialisierung erfolgt erst im anschließenden Masterstudium.

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

Teilweise in Verbindung mit fachwissenschaftlichen Veranstaltungen, teilweise in speziellen Modulen können die Studierenden Fähigkeiten und Kenntnisse zu folgenden Aspekten erwerben:

  • Präsentations- und Vortragstechniken,

  • Projektentwicklung,

  • Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens,

  • industrierelevante Software-Werkzeuge,

  • Wissenschafts- und Mathematikhistorie,

  • Berufsfelder und Berufspraxis.

Praktikum

Ein Computerpraktikum, die Bearbeitung kleinerer Projekte im Modellierungspraktikum sowie ggf. Laborpraktika im technischen Fach sind Pflicht. Betriebspraktika sind nicht obligatorisch, können aber auf freiwilliger Basis absolviert werden und im Umfang von 6 CP angerechnet werden (Näheres regelt die Praktikumsordnung). Unabhängig davon sammeln viele Studierende praktische Erfahrungen, indem sie als studentische Hilfskraft in Anwendungsprojekten des Zentrums für Technomathematik mitarbeiten.

Fremdsprachenkenntnisse

Für das Studium der Fachliteratur sind Kenntnisse des Englischen unerlässlich. Die erforderliche Sprachkompetenz, wie sie etwa im Rahmen eines Englisch-Grundkurses zum Abitur erworben werden kann, sollte spätestens zu Beginn des dritten Semesters vorhanden sein.

Auslandssemester

Ein Auslandsaufenthalt bietet sich nach dem vierten und vor dem Abschlusssemester an, u.U. kann auch die Abschlussarbeit in Kooperation mit einer ausländischen Universität angefertigt werden, wenn die Betreuung durch einen Bremer Hochschullehrer sichergestellt ist. Der Fachbereich Mathematik verfügt über eine Reihe von Erasmus-Partnerschaften, über die Auslandssemester organisiert werden können, darüber hinaus haben die Hochschullehrer zahlreiche Auslandskontakte, die als Ausgangspunkt dienen können.

Prüfungen und Prüfungsformen

Das Studium ist in Module eingeteilt, zu denen veranstaltungsbegleitend Prüfungen absolviert werden. In der Mathematik werden diese überwiegend als mündliche Prüfungen durchgeführt, zum Teil auch in Klausurform. Zur Reduktion des Prüfungsaufwands werden im ersten Jahr große Module (21 CP) gebildet. Essenzieller Bestandteil des Studiums ist die erfolgreiche Bearbeitung von Übungsaufgaben zu den Vorlesungen, die als Studienleistungen dienen.

Bewerbung und Zulassung

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Seit 2013 erfolgt die Studienplatzvergabe an der Universität Bremen über das bundesweit organisierte Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV). Wie alle Bremer Studiengänge ist der B.Sc. Technomathematik deshalb formal zulässungsbeschränkt, allerdings mit einer sehr hohen Zulassungsbegrenzung. Diese wird erfahrungsgemäß nicht ausgeschöpft, sodass praktisch jeder Bewerber mit einer Zulassung rechnen kann.

Ein erfolgreiches Studium der Technomathematik setzt die Fähigkeit zum abstrakten Denken und Interesse für technische und naturwissenschaftliche Probleme voraus. Die Arbeit mit dem Computer wird in Studium und Beruf selbstverständlich sein. Konkrete fachliche Vorkenntnisse sind hilfreich, werden aber nicht vorausgesetzt.

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Zulassung

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.07.

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.01. zum Sommersemester
  • 15.07. zum Wintersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

SoSe und WiSe
Formalia

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

6 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 321,42 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung
Forschung und Lehre

FORSCHUNG UND LEHRE

Lehrende

20 Professoren im Fach Mathematik 

Studierende

2147483647 Studentinnen
2147483647 Studenten

Kooperationen

Das Zentrum für Technomathematik arbeitet mit vielen Unternehmen, Instituten und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Branchen, Fachgebieten und Ländern erfolgreich zusammen. Diese Kontakte werden auf vielfache Art und Weise auch für den Studiengang Technomathematik genutzt.

Kontakt und Beratung

KONTAKT UND BERATUNG

Studienfachberatung

Dr. Ronald Stöver
Gebäude: MZH
E-Mail: stoever(at)math.uni-bremen.de
Telefon: 218-63803

Praxisbüro

Dr. Matthias Knauer
Gebäude: MZH
E-Mail: knauer(at)math.uni-bremen.de
Telefon: 218-63863

Stand der Informationen

20.07.2017